Bei ukrainischen Gegenangriffen sind nach russischen Angaben mehrere Menschen in Russland sowie auf der von Moskau annektierten Krim ums Leben gekommen.
Im Gebiet Perm, mehr als 1.100 Kilometer östlich von Moskau, wurde nach Angaben von Gouverneur Dmitri Machonin ein Mensch bei einem ukrainischen Angriff getötet. Vier weitere Personen seien verletzt worden. Zudem sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden. Machonin sprach von einem großangelegten Angriff, bei dem 27 ukrainische Drohnen über der Region abgefangen worden seien.
Auch aus der Grenzregion Belgorod wurden Opfer gemeldet. Nach Angaben des regionalen Zivilschutzes kam in der Stadt Graiworon ein Mann bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben, eine Frau wurde verletzt. Bei weiteren Attacken sei zudem eine weitere Person verletzt worden. Außerdem habe es Sachschäden und Brände gegeben.
Moskautreue Behörden melden zwei Tote auf der Krim
Auf der bereits 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, bei einem ukrainischen Angriff seien ein Mann und ein jugendliches Mädchen getötet worden. Zudem seien acht mehrstöckige Wohnhäuser beschädigt worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Angriffe auf Ziele in Russland. Nach seinen Angaben wurde dabei eine Raffinerie im Gebiet Rjasan beschädigt. Außerdem seien Anlagen in der Region Perm und in der Republik Tatarstan ins Visier genommen worden. Weitere Angriffe habe es demnach im Gebiet Kursk sowie im Schwarzen Meer gegeben.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg und greift im Zuge ihrer Verteidigung immer wieder auch Ziele weit hinter der Front in Russland an. Die Krim gilt dabei als wichtiger russischer Aufmarsch- und Versorgungsraum und wird deshalb ebenfalls regelmäßig von Kiew attackiert.
Am Wochenende hatten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zunächst Moskau und anschließend erstmals Kiew besucht, um mit beiden Seiten über Möglichkeiten zur Beendigung des Kriegs zu sprechen. Die USA treten dabei als Vermittler auf. Konkrete Fortschritte wurden nach den Besuchen zunächst jedoch nicht bekannt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber