Allgemein

Missbrauch auf dem Schulweg – dann sagt der Angeklagte DAS

Er soll eine Zwölfjährige mit dem Messer bedroht haben – doch vor Gericht erzählt der Angeklagte plötzlich alles ganz anders.

02.10.2026, 14:54 Uhr

Angeklagter schildert Vorfall vor Gericht anders als die Ermittler

Im Prozess um den mutmaßlichen schweren sexuellen Missbrauch eines zwölfjährigen Mädchens hat der 49 Jahre alte Angeklagte die Ereignisse vor dem Landgericht München I deutlich anders dargestellt als die Ermittlungsbehörden.

Nach seiner Aussage habe er auf einer Bank gesessen, als sich ein verletztes Kind zu ihm gesetzt habe. Das Mädchen habe geblutet und eine Messerklinge in der Hand gehalten. Er habe versucht zu helfen und ihr das Messer abzunehmen, sagte der Mann. Das Kind habe dies jedoch nicht gewollt, die Hand weggezogen und sei anschließend fortgegangen. Danach sei auch er gegangen.

Die Ermittler gehen hingegen davon aus, dass der Mann das Mädchen Mitte Juli 2025 in Ottobrunn im Landkreis München auf dem Heimweg von einer Schulveranstaltung mit einem Klappmesser bedroht habe, um es sexuell zu missbrauchen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem heute 49-Jährigen unter anderem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern sowie gefährliche Körperverletzung vor. Zu Beginn des Prozesses hatte sich der Angeklagte zunächst nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen