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Mallorca brodelt: Neuer Protest gegen Touris

Urlaubsalarm auf Mallorca: Tausende gehen in der Hochsaison auf die Straße. Was hinter dem Wut-Protest steckt.

26.07.2026, 21:29 Uhr

Tausende demonstrieren auf Mallorca gegen Massentourismus

Auf Mallorca haben am Abend mehrere Tausend Menschen gegen die Folgen des Massentourismus protestiert. Die Teilnehmer kamen zunächst auf der Plaza de España im Zentrum von Palma zusammen. Anschließend zog der Demonstrationszug durch die Altstadt bis zur Kathedrale, wo später ein Manifest verlesen werden sollte.

Zu der Kundgebung hatte das Bündnis „Menys Turisme, Més Vida“ („Weniger Tourismus, mehr Leben“) aufgerufen. Unter dem Slogan „Mallorca am Limit“ fand die Protestaktion bereits zum dritten Mal in Folge statt. Die Veranstalter rechneten mit bis zu 40.000 Teilnehmern, während die Polizei die Zahl auf etwa 25.000 schätzte.

Viele Demonstrierende trugen selbst gemalte Schilder mit Botschaften wie „Mallorca overbooked“ oder „Keine Kapazität mehr“. Ein Sprecher der Organisatoren erklärte, man wolle ein Jahr vor den Regionalwahlen auf den Balearen ein deutliches Zeichen setzen. Der Termin sei bewusst in die Hauptreisezeit gelegt worden, da Ende Juli und Anfang August besonders viele Urlauber auf die Insel kommen.

Kritik an Wohnungsnot, Verkehr und Umweltbelastung

Im Mittelpunkt der Forderungen steht eine Begrenzung der Besucherzahlen. Nach Ansicht der Protestierenden verschärfen die wachsende Zahl an Urlaubern und Ferienunterkünften die Wohnungsnot erheblich. Viele Menschen mit durchschnittlichem Einkommen könnten sich auf Mallorca kaum noch Wohnraum leisten.

Zudem machen Nachbarschaftsinitiativen, Umweltverbände und weitere Gruppen den Massentourismus auch für Verkehrsstaus, Schmutz, Lärm und Schäden an der Natur verantwortlich.

Bei der Kundgebung sollte die deutsch-mallorquinische Sängerin Maria Hein die Inselhymne „La Balanguera“ vortragen. Größere Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt. Auch Attacken auf Touristen mit Wasserpistolen, wie sie bei ähnlichen Protesten in Barcelona oder Madrid vorgekommen waren, wurden in Palma vorerst nicht gemeldet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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