US-Medien zufolge soll heute im großen New Yorker Verfahren gegen den früheren Filmproduzenten Harvey Weinstein das Strafmaß bekanntgegeben werden. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan verlangt nach einem Bericht der New York Times eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren.
Weinstein war bereits 2020 in einem Prozess, der sich im Kern auf die Aussagen zweier Frauen stützte, wegen Vergewaltigung und sexueller Straftaten zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Dieses Urteil wurde 2024 wegen Verfahrensfehlern überraschend aufgehoben.
Daraufhin wurde der Fall neu verhandelt. 2025 kamen die Geschworenen in New York erneut zu dem Schluss, dass Weinstein schwere Sexualdelikte begangen hat.
MeToo-Debatte
Unabhängig davon war Weinstein 2023 in Kalifornien in einem weiteren Strafverfahren zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Deshalb bleibt er weiterhin in Haft.
Die Vorwürfe gegen den einstigen Hollywood-Produzenten hatten 2017 die MeToo-Bewegung maßgeblich mit ausgelöst. Inzwischen haben mehr als 80 Frauen öffentlich erklärt, Weinstein habe sie sexuell bedrängt oder missbraucht.
Der frühere Filmmogul bestreitet sämtliche Anschuldigungen. Seine Verteidiger betonen, die sexuellen Begegnungen seien einvernehmlich gewesen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber