Australien und die USA rücken im Luftverkehr enger zusammen: Qantas plant ab Mitte 2028 Nonstop-Flüge von Sydney nach New York. Die Reisezeit soll bei etwa 18 Stunden liegen und damit mehr als drei Stunden unter der bisherigen Verbindung.
Aktuell bietet die australische Fluggesellschaft die Strecke täglich mit einem Zwischenstopp in Auckland an. Künftig soll die rund 16.000 Kilometer lange Route ohne Unterbrechung geflogen werden.
Umgerüstete Airbus-Jets für die Strecke
Für den neuen Ultralangstreckenflug setzt Qantas auf speziell angepasste Airbus-Maschinen. Diese erhalten einen zusätzlichen Tank mit 20.000 Litern Fassungsvermögen und sollen so bis zu 22 Stunden ohne Landung in der Luft bleiben können. Insgesamt will die Airline zwölf dieser Flugzeuge übernehmen. Pro Maschine sind 238 Plätze in vier Klassen vorgesehen.
Qantas-Chefin Vanessa Hudson begründete den Schritt mit der stark gestiegenen Nachfrage nach Reisen zwischen Australien und den USA. Auf Verbindungen von und nach New York habe sich die Zahl der Passagiere seit 2023 fast verdoppelt.
Hudson betonte zudem die besondere Anziehungskraft der US-Metropole. Für viele Australier sei eine Reise nach New York bislang immer mit einem Zwischenstopp verbunden gewesen. Ein Direktflug dorthin sei daher seit Jahren ein wichtiges Ziel des Unternehmens.
Projekt "Sunrise" soll längste Linienflüge ermöglichen
Das Vorhaben läuft unter dem Namen "Sunrise". Ziel ist es, einige der längsten kommerziellen Passagierflüge weltweit anzubieten. Neben der Verbindung nach New York plant Qantas auch weitere Nonstop-Strecken. Bereits bekannt ist, dass im Oktober 2027 Direktflüge von Sydney nach London starten sollen.
Erst im Juli sorgte ein Airbus A350, der für solche Ultralangstrecken ausgelegt ist, für einen neuen Rekord. Das Flugzeug war in Melbourne gestartet und erreichte nach 24 Stunden und 24 Minuten ohne Zwischenlandung Toulouse in Südfrankreich. Dabei legte die Maschine mehr als 23.000 Kilometer zurück und übertraf den bisherigen Rekord eines Demonstrationsflugs von Hongkong nach London aus dem Jahr 2005 um fast zwei Stunden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber