Deutscher Urlauber auf Mallorca freigesprochen
Ein deutscher Tourist ist auf Mallorca vom Vorwurf freigesprochen worden, die Privatsphäre eines dreijährigen Mädchens verletzt zu haben. Nach Angaben der Justiz habe er sich nicht strafbar gemacht, obwohl er das Kind im Frühstücksraum eines Hotels ohne Zustimmung der Eltern fotografiert hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mann eine Freiheitsstrafe von drei Jahren verlangt. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Der Vorfall ereignete sich Ende Juli in Cala Millor im Osten der Insel, wo der Mann mit seiner Ehefrau Urlaub machte. Nach seiner Aussage saß er allein beim Frühstück, als ihm am Nebentisch eine spanische Familie auffiel. Er habe das Foto machen wollen, um seiner Frau, die in einer Kita arbeitet, zu zeigen, dass das Kind während des Essens auf ein Handy konzentriert gewesen sei.
Eine andere Urlauberin beobachtete nach Gerichtsangaben, wie der Mann heimlich ein Bild aufnahm, und informierte daraufhin die Eltern. Auf dem Foto war auch ein kleiner Bereich der Unterwäsche des Mädchens zu erkennen. In der Folge kam es zu einem Streit, bei dem schließlich die Polizei eingeschaltet wurde.
Die zuständige Richterin erklärte, die Aufnahme sei zwar überflüssig gewesen, es gebe aber keinerlei Anzeichen für ein sexuelles Motiv. Außerdem habe der Angeklagte das Bild weder weitergegeben noch veröffentlicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber