Anklage nach mutmaßlichem Serienbetrug mit Bankdaten
Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat Anklage gegen einen 20-Jährigen aus Dortmund erhoben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der junge Mann zu einer Gruppe gehört haben, die in zahlreichen Fällen unrechtmäßig Geld von Bankkonten abhob.
Den Ermittlern zufolge brachten bislang unbekannte Komplizen Betroffene dazu, ihre TANs preiszugeben. Dadurch seien digitale Zahlungskarten erstellt worden. In manchen Fällen hätten die Opfer sogar ihre Girokarte samt PIN ausgehändigt.
Mit diesen Informationen soll der Beschuldigte zwischen Juni 2025 und April 2026 als sogenannter „Läufer“ mehr als 500 Abhebungen vorgenommen haben. Die Behörden gehen derzeit von 13 Geschädigten aus. Der entstandene Schaden beläuft sich demnach auf über 137.000 Euro. Teilweise soll der 20-Jährige innerhalb weniger Stunden mehr als 70 einzelne Abhebungen veranlasst haben.
Im April wurde der Mann in Dortmund festgenommen. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft, wie ein Sprecher der Zentralstelle in Bamberg mitteilte. Nun muss das Amtsgericht Nürnberg über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die Ermittlungen führten die Cybercrime-Spezialstaatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Schwabach gemeinsam.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber