Nur zwei Wochen nach dem Tod ihres Bruders, König Harald V., ist Norwegens Prinzessin Astrid im Alter von 94 Jahren gestorben. Das teilte der norwegische Hof mit. In einer Stellungnahme von König Haakon VIII. hieß es, Astrid sei für Harald und die ganze Familie eine bedeutende Stütze gewesen. Man habe viel von ihr gelernt, und sie habe stets offen ihre Meinung vertreten. Ihr Tod sei ein schwerer Verlust.
Prinzessin Astrid starb am Freitag, nur zwei Tage nach dem Staatsbegräbnis für König Harald V., an dem sie noch teilgenommen hatte. Der Monarch war Ende August in einem Krankenhaus gestorben. Nach Bekanntwerden ihres Todes wurde die Flagge am Königsschloss in Oslo erneut auf halbmast gesetzt.
Haakon würdigt Astrids Pflichtgefühl
König Haakon erklärte weiter, seine Tante habe das Königshaus mit großer Herzlichkeit und starkem Pflichtbewusstsein vertreten. Bereits im Alter von 22 Jahren habe sie Aufgaben einer First Lady übernommen, nachdem ihre Mutter, Kronprinzessin Märtha, gestorben war. Besonders am Herzen gelegen habe ihr stets das Wohl der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft. Laut Hof galt sie als äußerst loyal und erfüllte ihre Verpflichtungen mit Einsatz, Präsenz und guter Laune.
Gesundheitlich war Astrid seit längerer Zeit angeschlagen. Erst im Mai war ihr vorübergehend ein Herzschrittmacher eingesetzt worden. Trotzdem nahm sie bis zuletzt öffentliche royale Aufgaben wahr.
Kinder nehmen Abschied
Auch die Kinder der Prinzessin verabschiedeten sich in bewegenden Worten. Sie dankten ihrer Mutter dafür, dass sie immer für sie da gewesen sei — mit Liebe, Weisheit, Wärme und Humor. Zudem erinnerten sie daran, dass Astrid sowohl ihrem Vater, König Olav, als auch ihrem Bruder Harald stets loyal und pflichtbewusst zur Seite gestanden habe. Ihr Mitgefühl und ihre Fürsorge hätten vielen Menschen gegolten. Die Familie betonte, sie werde Astrid für immer einen großen Platz im Herzen bewahren.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber