Machtkampf im Landesfischereiverband Bayern spitzt sich zu
Im Landesfischereiverband Bayern ist ein offener Führungsstreit entbrannt. Die Vorsitzenden der sieben Bezirksverbände wollen Präsident Axel Bartelt aus dem Amt drängen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag ab 10.30 Uhr in München soll nun darüber beraten werden.
In ihrem Mitte Juni eingereichten Antrag, der der dpa vorliegt, erklären die Bezirksverbände, eine sachliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Bartelt sei nicht mehr möglich. Sie werfen ihm unter anderem einen autokratischen Führungsstil sowie mangelnde Entscheidungsstärke vor. Außerdem sei das Verhältnis zu den Vizepräsidenten stark belastet, das Arbeitsklima habe sich insgesamt verschlechtert.
Der Landesfischereiverband hatte sich zu den einzelnen Vorwürfen damals nicht konkret geäußert. Stattdessen hieß es, zu internen Abläufen und Personalfragen in der Geschäftsstelle äußere sich der LFV Bayern grundsätzlich nicht. Das gelte auch für Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung.
Auf der Tagesordnung der außerordentlichen Mitgliederversammlung ist das Schreiben der sieben Bezirksverbände unter Punkt 13 aufgeführt. Unter Punkt 14 soll über eine mögliche kommissarische Vertretung gesprochen werden. Falls erforderlich, würde ein neuer Präsident erst zu einem späteren Zeitpunkt gewählt.
Zusätzlich stehen weitere Entscheidungen an. Die reguläre Mitgliederversammlung am 13. Juni in Kronach konnte keine Beschlüsse fassen, weil nicht genügend Delegierte anwesend waren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber