Allgemein

Wilde Verfolgungsjagd: Polizist schießt auf Auto

Zickzack-Flucht vor der Polizei, dann fällt ein Schuss: Was den Fahrer zu dieser irren Jagd trieb, erklärt die Polizei.

24.07.2026, 23:33 Uhr

Schüsse nach Verfolgungsfahrt auf A9 und A6

Nach einer Verfolgungsfahrt über die Autobahnen 9 und 6 von Bayern nach Baden-Württemberg hat ein Polizist auf einen Kleintransporter geschossen. Nach Angaben der Polizei war der 21 Jahre alte Fahrer mit seinem Fahrzeug auf einen Beamten zugefahren. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Am Abend gegen 19.45 Uhr war bei der Polizei die Meldung eingegangen, dass ein Kleintransporter auf der A6 bei Nürnberg in Schlangenlinien unterwegs sei. Eine Streife wollte das Fahrzeug kontrollieren, doch der Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen und fuhr weiter in Richtung Heilbronn. Laut Polizei flüchtete er dabei in Schlangenlinien und im Zickzack. Zudem bestand der Verdacht, dass er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand.

Hubschrauber und Streifenwagen im Einsatz

An der Verfolgung beteiligten sich mehrere Streifen der bayerischen Polizei sowie ein Hubschrauber. Kurz hinter der Landesgrenze zu Baden-Württemberg, nahe Satteldorf, wurde der Kleintransporter gemeinsam mit Kräften aus Baden-Württemberg gestoppt.

Nach Polizeiangaben legte der Fahrer dort jedoch den Rückwärtsgang ein und fuhr erneut los. Dabei soll er zunächst gegen einen hinter ihm stehenden Streifenwagen gestoßen sein. Anschließend habe er wieder beschleunigt und sei auf zwei Polizisten auf der Straße zugefahren. Einer der Beamten gab daraufhin einen Schuss auf das Fahrzeug ab. In einer ersten Reaktion in der Nacht hatte die Polizei in diesem Zusammenhang von Notwehr gesprochen.

Kurz darauf stoppte der 21-Jährige den Transporter und wurde festgenommen. Nach Angaben der Polizei leistete er dabei Widerstand. Der Mann kam anschließend wegen einer akuten Psychose in ein Krankenhaus.

Insgesamt wurden zwei Polizeiautos beschädigt. Der entstandene Sachschaden liegt laut Polizei bei rund 10.000 Euro.

Quelle: dpa/bearbeitet

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen