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Ebola-Schock: 300 Tote im Kongo

Ebola breitet sich im Kongo weiter aus: Schon über 1.000 Menschen sind infiziert – und ein Ende der Krise ist nicht in Sicht.

26.06.2026, 01:52 Uhr

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer durch Ebola auf 304 gestiegen. Nach Angaben des Kommunikationsministeriums in Kinshasa wurden in dem zentralafrikanischen Land bislang 1.155 Infektionen bestätigt. Die Epidemie in den Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu ist demnach weiterhin nicht gestoppt. Besonders stark betroffen bleibt die nordöstliche Provinz Ituri.

Ebola-Fieber gilt als lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch direkten Körperkontakt sowie durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, weil es gegen den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Allerdings sollen in der kommenden Woche klinische Studien mit Medikamenten beginnen.

Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC ist das antivirale Medikament Remdesivir von Herstellern aus den USA und Ägypten bereits im Kongo eingetroffen. Es soll in der kommenden Woche erprobt werden und als Prophylaxemittel nach Kontakt mit dem Ebola-Erreger helfen. Der ebenfalls aus den USA stammende Wirkstoff MBP134 soll in den kommenden Tagen eintreffen. Zudem arbeiten mehrere Unternehmen an weiteren Impfstoffkandidaten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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