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Blutige Party: Acht verletzt – Teen mit Messer attackiert

700 Menschen, 60 Polizisten – trotzdem entkommt der Messer-Angreifer nach brutaler Attacke auf zwei junge Männer.

19.07.2026, 13:45 Uhr

Bei einem Dorffest mit rund 700 Besucherinnen und Besuchern in Egling im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind acht Menschen verletzt worden. Ein 16-Jähriger wurde nach Angaben der Polizei von einem Unbekannten mit einem Messer attackiert und verletzt. Der mutmaßliche Täter ist weiterhin auf der Flucht.

Motiv weiter unklar

Warum es zu den Angriffen kam, ist bislang nicht geklärt. Die Polizei betonte jedoch, dass sie derzeit nicht von einem Terroranschlag ausgeht. Das bestätigte ein Sprecher. Die Ermittler werten nun Videoaufnahmen aus und setzen außerdem auf die Vernehmung von Zeuginnen und Zeugen.

Nach Polizeiangaben wird wegen teils gefährlicher Körperverletzungen ermittelt.

Organisator zeigt sich schockiert

Am Tag nach der Tat waren Helfer mit dem Aufräumen beschäftigt. Der Vorsitzende des Burschenvereins und Hauptorganisator der sogenannten Blauliachd-Party, Simon Raß, reagierte bestürzt. Das Fest sei sonst immer gemütlich gewesen, sagte er der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. Es sei sehr traurig, dass der Abend so geendet habe. Die Stimmung sei zunächst gut gewesen.

Angriff kurz vor Mitternacht

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde die Polizei gegen 23.45 Uhr alarmiert. Demnach soll ein bislang unbekannter Mann zunächst einem 24-Jährigen unvermittelt gegen den Kopf geschlagen haben. Als der Mann zu Boden ging, soll er noch gesehen haben, wie der Angreifer seinen 16 Jahre alten Freund mit einem Messer am Unterarm verletzte.

Im weiteren Verlauf attackierte der Täter laut Polizei weitere Gäste der Feier, bevor er flüchtete. Insgesamt mussten acht Menschen medizinisch versorgt werden, ein Teil von ihnen kam ins Krankenhaus. Zu Art und Schwere der Verletzungen äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Nach Angaben des Münchner Merkur/tz wurden einige Opfer noch in der Nacht operiert, unter anderem wegen Knochenbrüchen.

Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften

Polizei und Rettungsdienst waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Vor Ort waren rund 60 Polizeibeamtinnen und -beamte, darunter auch ein Zug des Unterstützungskommandos (USK) des Polizeipräsidiums München. Hinzu kamen fünf Rettungswagen und zwei Notärzte. Außerdem wurden ein Rettungshubschrauber und eine Polizeidrohne eingesetzt. Die Feuerwehr Egling unterstützte mit 15 Kräften, unter anderem beim Ausleuchten des Geländes und bei der Verkehrslenkung.

Fest wurde abgebrochen

Die Veranstaltung, die eigentlich bis in den frühen Morgen dauern sollte und bereits in den vergangenen Jahren stattgefunden hatte, wurde nach dem Vorfall beendet. Laut Organisator war ein Sicherheitsdienst vor Ort; zudem seien die mit Landratsamt und Polizei abgestimmten Sicherheitskonzepte eingehalten worden.

Lage zunächst unübersichtlich

Als die ersten Einsatzkräfte auf dem Festgelände eintrafen, war die Lage nach Polizeiangaben sehr unübersichtlich. Die Stimmung sei aufgeheizt und teils aggressiv gewesen. Bei der Räumung der Veranstaltung mussten die Beamten Zwang anwenden. Mehrere Menschen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen, einige auch gefesselt.

Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnte der Verdächtige bislang nicht festgenommen werden.

Was ist eine Blaulichtparty?

Blaulichtpartys sind Veranstaltungen, die häufig von Organisationen aus dem Blaulichtbereich ausgerichtet werden. Manchmal treten auch örtliche Burschenvereine als Veranstalter auf, teils gemeinsam mit der Feuerwehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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