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Alarm an Schulen – GEW fordert endlich Taten

Gewalt, Mobbing, Überforderung: An Schulen eskaliert die Lage. Die GEW fordert jetzt mehr Sozialarbeit und bessere Ganztage.

22.06.2026, 04:01 Uhr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert angesichts von Mobbing und Gewalt an Schulen rasches Handeln. Nach Angaben von GEW-Vorstandsmitglied Anja Bensinger-Stolze nimmt die Zahl der Gewalttaten in Deutschland seit Jahren zu. Dieser gesellschaftliche Trend sei inzwischen auch deutlich in den Schulen zu erkennen.

Bensinger-Stolze machte vor allem den akuten Lehrkräftemangel und die weiterhin zu geringe Zahl an Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern für Defizite bei der Prävention verantwortlich. Dadurch könne vorbeugende Arbeit an vielen Schulen nur sehr eingeschränkt stattfinden. Aus Sicht der GEW ist deshalb ein deutlicher Ausbau der Schulsozialarbeit notwendig.

Ganztagsangebote als wichtige Möglichkeit

Als weiteren Ansatz nennt die GEW das gemeinsame Startchancenprogramm von Bund und Ländern. Nach Darstellung des Bundesbildungsministeriums richtet es sich an Schulen mit besonders vielen sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Die GEW hält das Programm zwar für sinnvoll, verlangt aber eine Ausweitung, eine dauerhafte Absicherung und deutlich mehr finanzielle Mittel. Positiv bewertet die Gewerkschaft zudem den ab August 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Entscheidend sei jedoch, dass die Angebote auch qualitativ überzeugten. Unzureichende Lösungen seien keine Hilfe, betonte Bensinger-Stolze.

Im Laufe des Vormittags will die Berliner Senatsverwaltung für Bildung außerdem die Ergebnisse einer Untersuchung zu Gewalt, Mobbing und Diskriminierung an Berliner Schulen präsentieren. Nach Angaben der Verwaltung handelt es sich beim „Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer“ um die erste umfassende wissenschaftliche Studie eines Bundeslandes zu Konflikten und Gewalt im Schulalltag.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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