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Brasilien-Schock: Neue Festnahmen nach tödlichem Rope-Jump

Nach tödlichem Rope-Jumping in Brasilien: Neue Festnahmen – doch die wichtigste Spur bleibt wie vom Erdboden verschluckt.

21.06.2026, 18:15 Uhr

Eine Woche nach dem tödlichen Rope-Jumping-Unglück einer 21-Jährigen in Brasilien hat die Polizei drei weitere mutmaßlich Beteiligte festgenommen. Nach Angaben der zuständigen Polizeichefin Andréa Levy ergaben die Ermittlungen Hinweise darauf, dass möglicherweise wichtige Beweise zurückgehalten wurden. Im Mittelpunkt steht dabei das Verschwinden des Aufnahmegeräts, das die junge Frau beim Sprung bei sich hatte.

Laut Polizei sollen die Festgenommenen zu dem Team gehören, das den Sprung organisiert und durchgeführt haben soll. Es handelt sich um eine 29 Jahre alte Frau sowie zwei Männer im Alter von 25 und 27 Jahren. Gegen alle drei wurden zunächst auf fünf Tage befristete Haftbefehle erlassen. Außerdem genehmigte ein Gericht Hausdurchsuchungen sowie die Sicherstellung von Handys, elektronischen Geräten und anderem möglichen Beweismaterial.

Die Ermittler prüfen zudem, ob nach dem Vorfall digitale Inhalte gelöscht wurden. Untersucht wird der Verdacht, dass Verantwortliche den Tod der Frau billigend in Kauf genommen haben könnten. Darüber hinaus gehen die Behörden Hinweisen auf eine mögliche Behinderung der Ermittlungen nach.

Tödlicher Fehler beim Sprung

Der Unfall ereignete sich am 13. Juni an der stillgelegten Ponte do Esqueleto zwischen Limeira und Cordeirópolis im Bundesstaat São Paulo. Die Frau stürzte aus etwa 40 Metern Höhe in die Tiefe. Videoaufnahmen sollen zeigen, dass Mitarbeiter des Veranstalterteams sie von der Plattform stießen, obwohl das Sicherungsseil nicht befestigt war und noch auf der Absprungstelle lag.

Die drei Instruktoren, die bereits am Tag des Unglücks festgenommen worden waren, bleiben weiter in Untersuchungshaft. Bislang konnte das Team nicht erklären, wie es zu dem folgenschweren Fehler kam.

Verschwundene Kamera beschäftigt Ermittler

Besonders rätselhaft ist weiterhin das Fehlen der Kamera, die die 21-Jährige beim Sprung trug. Die Polizei sucht nach dem Gerät, weil es als zentral für die Rekonstruktion des Hergangs gilt. Ein Zeuge sagte laut dem Nachrichtenportal "G1", er habe nach dem Aufprall gesehen, wie ein Mitarbeiter des Teams die Kamera vom Körper der Verunglückten entfernt habe.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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