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80 Messerstiche: Das Urteil gegen die 14-Jährige

Was als Friedhofsbesuch begann, endete tödlich: Eine 14-Jährige lauerte auf ein Opfer – und stach dutzendfach zu.

17.06.2026, 15:29 Uhr

Eine 14-Jährige ist in Österreich wegen Mordes zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Wiener Landesgericht kam zu dem Schluss, dass sie eine 64 Jahre alte Friedhofsbesucherin mit mehr als 80 Messerstichen getötet hat. Zusätzlich ordnete das Gericht die Unterbringung der Jugendlichen in einem forensisch-therapeutischen Zentrum an.

Nach den Ermittlungen litt das Mädchen seit Jahren unter psychischen Problemen. Demnach stach sie aus Tötungsfantasien heraus mit einem Klappmesser auf die ihr unbekannte Frau ein. Das Opfer starb noch am Tatort.

Das Urteil ist rechtskräftig. Unmittelbar vor der Urteilsverkündung sagte die 14-Jährige laut APA: „Ich entschuldige mich für das, was ich der Frau angetan habe. Ich bereue es sehr, ein Leben genommen zu haben.“

Bilder des Leichnams an Freunde geschickt

Vor Gericht erklärte die Angeklagte, sie sei im Februar mit Mordgedanken auf einen Wiener Friedhof gegangen und habe dort nach einem Opfer gesucht. Die 64-Jährige sei von hinten angegriffen worden. Laut Gericht fügte die Jugendliche der Frau 82 Stich- und Schnittverletzungen zu, vor allem im Bereich von Kopf und Hals.

Anschließend fotografierte sie den Leichnam und verschickte die Bilder. Dazu sagte die 14-Jährige, sie habe gewollt, dass ihre Freunde wüssten, dass sie ins Gefängnis kommen werde. Später verständigte sie selbst die Polizei.

Vor Gericht gab die Jugendliche außerdem an, nahezu täglich Gewaltvideos sowie Filme über Serienmörder angesehen zu haben. „Das hat mir einen Kick gegeben“, sagte sie.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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