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Zahnanalyse enthüllt: T. rex war Warmblüter

Kratzspur am Dino-Zahn enthüllt: Der T. rex war wohl warmblütig – und uns damit viel ähnlicher als lange gedacht.

16.09.2026, 20:00 Uhr

Studie: T. rex war wohl warmblütig

Der Tyrannosaurus rex konnte seine Körpertemperatur offenbar selbst regulieren und war damit gleichwarm. Darauf deutet eine neue Untersuchung von Zahnmaterial des bekannten Fossils „Thomas the T. rex“ aus dem Natural History Museum of Los Angeles County hin. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science Advances veröffentlicht.

Forschende vermuten schon länger, dass der riesige Dinosaurier kein träges, auf Sonnenwärme angewiesenes Tier war. Die neue Analyse stützt diese Annahme nun mit Daten aus dem Zahnschmelz von zwei Zähnen des Skeletts, das zu etwa 70 Prozent erhalten ist.

Zahnschmelz als besonders verlässliche Quelle

Nach Angaben der Wissenschaftler ist Zahnschmelz besonders widerstandsfähig und übersteht chemische Veränderungen über Millionen Jahre besser als andere Skelettteile. Untersucht wurden bestimmte chemische Verbindungen zwischen Varianten von Kohlenstoff und Sauerstoff. Solche Bindungen treten bei niedrigeren Temperaturen häufiger auf und bei höheren seltener.

Aus diesem Muster schloss das Team, dass der T. rex eine Körpertemperatur von ungefähr 36 Grad Celsius hatte. Das entspreche in etwa einem Elefanten. Zum Vergleich: Beim Menschen liegt die Temperatur bei rund 37 Grad, bei Vögeln meist zwischen 40 und 43 Grad.

Vorteil in kalten Regionen

Die Forschenden gehen davon aus, dass zumindest einige Dinosaurier warmblütig waren. Das hätte großen Einfluss darauf gehabt, wie und wo sie leben konnten. Ein T. rex hätte demnach vor etwa 66 Millionen Jahren weite Teile des damaligen nordamerikanischen Kontinents besiedeln können – auch kühlere und nördlichere Regionen.

Zahnanalyse bestätigt: Der T. rex war Warmblüter
Thomas the T. rex», Skelett eines Tyrannosaurus rex im Natural History Museum of Los Angeles County Quelle: —/Dinosaur Institute/Natural History Museum of Los Angeles County/dpa

Eher aktiver Jäger als träger Sonnenanbeter

Mit einer stabilen Körpertemperatur dürfte der T. rex ein vergleichsweise beweglicher Räuber oder Aasfresser gewesen sein. Im Gegensatz dazu sind wechselwarme Tiere bei niedrigen Außentemperaturen oft langsamer, weil Muskel- und Nervenaktivität stark von der Umgebung abhängen. Sie müssen sich häufig erst aufwärmen, bevor sie richtig aktiv werden können.

Allerdings hat dieser Lebensstil auch einen Vorteil: Wechselwarme Tiere benötigen deutlich weniger Nahrung als gleichwarme. Für den T. rex spricht die neue Studie jedoch eher für das Bild eines energiegeladenen und aktiven Dinosauriers.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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