Bayern

Kardinal Marx will nicht gehen

Kardinal Marx steuert auf die Ruhestandsgrenze zu – doch denkt er ans Aufhören? Seine Antwort überrascht.

16.09.2026, 19:00 Uhr

Kardinal Marx will vorerst weitermachen

Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx kann sich nach eigenen Worten gut vorstellen, noch einige Jahre im Amt zu bleiben. Zwar werde er mit 75 Jahren in zwei Jahren – wie es das Kirchenrecht vorsieht – dem Papst seinen Rücktritt anbieten, sagte er der Mediengruppe „Münchner Merkur/tz“. Zugleich betonte er jedoch, dass er sich keineswegs amtsmüde fühle.

Marx verwies darauf, dass Papst Leo ihn erst kürzlich für weitere fünf Jahre zum Vorsitzenden des vatikanischen Wirtschaftsrates ernannt habe. Er sei zwar inzwischen älter und gelegentlich auf einen Stock angewiesen, gesundheitlich gehe es ihm aber gut.

30 Jahre im Bischofsamt

Am kommenden Montag begeht Marx sein 30-jähriges Bischofsjubiläum. Am 21. September 1996 war er in Paderborn zum Weihbischof geweiht worden. Seither führte ihn sein Weg weiter nach oben, heute zählt er zu den prominentesten katholischen Würdenträgern in Deutschland.

Bereits vor fünf Jahren hatte Marx im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal seinen Rücktritt angeboten. Papst Franziskus nahm diesen damals jedoch nicht an.

Oberbayern ist für ihn zur Heimat geworden

Der aus dem westfälischen Geseke stammende Kardinal sieht seine Zukunft weiterhin in Bayern. Im Gespräch mit dem „Merkur/tz“ machte er deutlich, dass er gern in München bleiben möchte und sich dort zuhause fühlt.

München sei inzwischen der Ort, an dem er am längsten gelebt habe, sagte Marx. Besonders schätze er die Landschaft Oberbayerns mit ihren Bergen und Seen. Außerdem ziehe er sich gern in sein privates Arbeitszimmer zurück, umgeben von Büchern, wo er auch gelegentlich eine Zigarre genieße. Zwar lebten viele Angehörige und Freunde weit entfernt, doch inzwischen sei er in Oberbayern tief verwurzelt. Für den gebürtigen Westfalen sei die Region längst zur Heimat geworden.

Kardinal Reinhard Marx
Kardinal Reinhard Marx wurde vor 30 Jahren zum Weihbischof geweiht. (Archivbild) Quelle: Uwe Lein/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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