Dutzende Tote nach Mineneinsturz im Sudan
Beim Einsturz einer Goldmine im Sudan sind zahlreiche Bergleute ums Leben gekommen. Nach Angaben der örtlichen medizinischen Hilfsorganisation Dar Hamar wurden bisher 64 Todesopfer bestätigt. Zudem seien 55 Menschen verletzt worden. Das Unglück ereignete sich bereits am Sonntag in der Region West-Kordofan im Westen des Landes.
Wie der Rettungsdienst der nahegelegenen Stadt Annuhud mitteilte, brachen sechs direkt nebeneinanderliegende Schächte zusammen. In einem ersten Bericht war von mindestens 60 bis 70 Betroffenen die Rede, die genaue Zahl ist jedoch weiter unklar. Gerettete Arbeiter berichteten demnach, dass mehrere Kollegen noch lebend unter den Trümmern eingeschlossen seien. Die Bergung gestaltet sich wegen der großen Tiefe der Schächte sowie wegen fehlender Spezialteams und unzureichender technischer Ausrüstung schwierig.
Das Gebiet steht unter der Kontrolle der paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF). Im Sudan kämpfen seit April 2023 die RSF und die reguläre Armee gegeneinander. In den fast dreieinhalb Jahren des Krieges wurden Zehntausende Menschen getötet, mehr als 14 Millionen vertrieben. Der Konflikt hat eine der schwersten humanitären Krisen der Welt ausgelöst.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber