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Umfrage: 4 von 10 schlafen viel zu wenig

Zu wenig Schlaf ist in Deutschland weit verbreitet – und ausgerechnet diese Gruppe trifft es laut neuer Studie besonders hart.

19.08.2026, 13:31 Uhr

Viele Menschen in Deutschland schlafen unter der Woche nach eigenen Angaben zu wenig. Das geht aus einer Untersuchung des Robert Koch-Instituts hervor, die im "Journal of Health Monitoring" veröffentlicht wurde. Demnach kommen fast 40 Prozent der Erwachsenen werktags auf weniger als sieben Stunden Schlaf. Nach internationalen Empfehlungen gilt das für Erwachsene als zu wenig.

Besonders häufig betroffen sind Männer. Rund 43 Prozent von ihnen gaben an, unter der Woche weniger als sieben Stunden zu schlafen. Bei den Frauen lag der Anteil bei etwa 36 Prozent. Am stärksten fällt der Wert bei Männern im Alter von 45 bis 64 Jahren aus: In dieser Gruppe schlafen laut Selbstauskunft 53 Prozent weniger als sieben Stunden pro Nacht.

Grundlage der Auswertung ist eine repräsentative Telefonbefragung von gut 8.000 Erwachsenen in Deutschland. Die Erhebung lief von Mai 2023 bis Februar 2024.

Am Wochenende schlafen viele länger

An Wochenenden holen viele Menschen offenbar Schlaf nach. Dann liegt der Anteil derjenigen mit weniger als sieben Stunden Schlaf nur noch bei knapp 23 Prozent. Bei den Männern sind es etwa 26 Prozent, bei den Frauen rund 20 Prozent.

Auch das Bildungsniveau wurde betrachtet. Einen klaren statistischen Unterschied stellte das RKI dabei nur bei Männern fest. In der Gruppe mit hohem Bildungsabschluss schlafen unter der Woche etwa 35 Prozent zu kurz. Bei Männern mit niedrigem Bildungsniveau sind es rund 43 Prozent, in der mittleren Bildungsgruppe etwa 46 Prozent. In die Einordnung fließen sowohl allgemeine als auch berufliche Abschlüsse ein.

Zu wenig Schlaf kann langfristig die Gesundheit belasten. Laut Studie hängt eine kurze Schlafdauer mit Bluthochdruck zusammen und gilt zudem als Risikofaktor für Adipositas, Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die psychische Gesundheit kann unter Schlafmangel leiden. Gleichzeitig betonen die Forschenden, dass nicht jeder Mensch mit kurzer Schlafdauer automatisch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko hat.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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