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Lander, Rover, Drohnen: So erobert die Nasa den Mond

Nach «Artemis 2» zündet die Nasa die nächste Mond-Stufe – und ihr Chef enthüllt Pläne, die alles verändern könnten.

27.05.2026, 05:03 Uhr

Nasa plant dauerhafte Präsenz auf dem Mond

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will den Mond langfristig zu einem Ort machen, an dem Menschen dauerhaft leben können. Wie Nasa-Chef Jared Isaacman auf einer Pressekonferenz erklärte, sollen in den nächsten Jahren zahlreiche Missionen zum Erdtrabanten starten. Geplant sind Landegeräte, Drohnen und steuerbare Rover, die schrittweise die Grundlage für eine ständige Besiedlung schaffen sollen. Isaacman betonte dabei: „Amerika kehrt zum Mond zurück – und diesmal, um zu bleiben.“

Noch in diesem Jahr sind drei unbemannte Mondmissionen vorgesehen. An der dritten soll auch die europäische Raumfahrtagentur Esa beteiligt sein. Die Landefähren sollen von Blue Origin, dem Raumfahrtunternehmen von Amazon-Gründer Jeff Bezos, gebaut werden. Für die Drohnen ist Firefly Aerospace verantwortlich, während die Rover von Astrolab und Lunar Outpost kommen sollen. Ab den frühen 2030er Jahren könnte dann eine Mondstation entstehen, die nach Nasa-Angaben eine Fläche von mehreren Hundert Quadratkilometern umfassen und dauerhaft von Menschen genutzt werden könnte.

Isaacman änderte die bisherige Strategie

Erst vor wenigen Monaten hatte Isaacman die bisherigen Mondpläne der Behörde grundlegend neu ausgerichtet und das Ziel einer ständigen menschlichen Präsenz auf dem Mond ausgegeben. Ein wichtiger Grund dafür ist der wachsende internationale Wettbewerb im All. Seit Jahren läuft ein neuer Wettstreit um den Mond. Als stärkster Rivale der USA gilt China, das bis 2030 Menschen auf den Mond bringen will. Auch Russland verfolgt ähnliche Pläne, wird jedoch durch wirtschaftliche Probleme ausgebremst.

Mit der Mission „Artemis 2“ kamen im April erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes. Victor Glover, Christina Koch, Reid Wiseman und Jeremy Hansen starteten vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida, umrundeten den Mond und kehrten anschließend zur Erde zurück. Die Wasserung erfolgte im Pazifik nahe San Diego. Während ihres Fluges entfernte sich die Crew so weit von der Erde wie noch nie zuvor Menschen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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