In Kenia ist die Zahl der bestätigten Ebola-Infektionen auf sieben gestiegen. Das Gesundheitsministerium teilte am Samstag mit, dass vier weitere Fälle der lebensgefährlichen Krankheit festgestellt wurden. Nach Behördenangaben befanden sich alle Betroffenen bereits in Quarantäne, sodass die Infektionen früh erkannt werden konnten.
Der erste Ebola-Fall des Landes war am 6. Oktober registriert worden. Der Patient hatte sich zuvor in der Demokratischen Republik Kongo infiziert, war auf dem Landweg nach Uganda gereist und von dort aus nach Kenia geflogen. Familienmitglieder brachten ihn in ein Krankenhaus in Nairobi, wo er später starb.
Angehörige und Klinikpersonal infiziert
Wie das Gesundheitsministerium weiter erklärte, stehen die sechs weiteren gemeldeten Fälle in direktem Zusammenhang mit dem ersten Patienten. Unter den vier neu bestätigten Infizierten seien ein Verwandter des sogenannten Index-Falls sowie Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen. Die Behörden verfolgen derzeit weiterhin 128 Kontaktpersonen des ersten Erkrankten.
Der derzeitige Ebola-Ausbruch hatte Mitte Mai im Osten des Kongos begonnen. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde wurden dort bislang 9.348 Fälle labordiagnostisch bestätigt, 4.510 Menschen starben an der Krankheit. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC bezeichnet die Lage als den bislang am schnellsten wachsenden Ebola-Ausbruch der Geschichte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber