Elversberg feiert spektakulären Heimsieg gegen Augsburg
Der SV Elversberg hat in der Bundesliga seinen dritten Saisonsieg eingefahren und dabei den FC Augsburg mit 4:3 besiegt. Die Gastgeber legten einen furiosen Start hin und stoppten damit vorerst den Aufwärtstrend der Augsburger, die zuletzt dem FC Bayern ein 2:2 abgetrotzt hatten.
Bereits in der Anfangsphase sorgten die Saarländer für klare Verhältnisse. Lukas Petkov brachte Elversberg in der 4. Minute in Front, Lasse Günther erhöhte nur wenig später auf 2:0 (7.). Vor 9.307 Zuschauern an der Kaiserlinde köpfte Maximilian Rohr in der 28. Minute sogar zum 3:0 ein.
Augsburg meldete sich noch vor der Pause zurück: Fabian Rieder verwandelte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen Handelfmeter zum 1:3 (45.+9). Im zweiten Durchgang machte Joker Michael Gregoritsch per Foulelfmeter das 2:3 (76.), ehe Frederik Schmahl kurz vor Schluss Elversbergs vierten Treffer erzielte (89.). Mert Kömür verkürzte in der 90. Minute noch einmal auf 3:4. In der langen Nachspielzeit vergab Noel Futkeu zudem einen weiteren Strafstoß für Elversberg und traf nur die Latte (90.+8).
Elversberg mit erneut starkem Heimauftritt
Wie schon beim 3:2 gegen Leverkusen und der knappen 1:2-Niederlage gegen Bayern präsentierte sich Elversberg im eigenen Stadion äußerst mutig. Schon nach wenigen Minuten gab es die erste kuriose Szene, als zunächst ein platter Spielball ausgetauscht werden musste. Kurz darauf griff der Videoschiedsrichter ein: Nach einem Handspiel von Chrislain Matsima entschied Schiedsrichter Florian Exner auf Strafstoß. Petkov scheiterte zunächst an FCA-Torhüter Finn Dahmen, setzte aber nach und staubte zur frühen Führung ab.

Auch danach blieb der Aufsteiger gefährlich. Nach einem schnellen Gegenstoß legte Maurice Krattenmacher quer auf Günther, der den Ball präzise im Tor unterbrachte. Damit war die jüngste Torflaute der Elversberger, die in den vergangenen zwei Spielen ohne eigenen Treffer geblieben waren, schnell beendet.
Augsburg kämpft sich zurück
Im Fokus stand auf Augsburger Seite auch Robin Fellhauer, der zuletzt mit seinem Rekordtor nach 8,4 Sekunden gegen Bayern auf sich aufmerksam gemacht hatte. Gegen seinen Ex-Klub konnte er diesmal jedoch kaum Akzente setzen. Stattdessen baute Rohr per Kopfball den Vorsprung der Gastgeber weiter aus.
Erst tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schöpfte Augsburg wieder Hoffnung. Nach erneutem Videobeweis entschied Exner ein zweites Mal auf Handelfmeter, den Rieder sicher verwandelte. Im zweiten Abschnitt verstärkte Augsburg seine Offensivbemühungen, blieb aber zunächst zu ungefährlich.
Als Lukas Pinckert dann Hennes Behrens im Strafraum zu Fall brachte, verkürzte Gregoritsch vom Punkt auf 2:3. In der 88. Minute verweigerte Exner dem FCA nach einem weiteren VAR-Check einen möglichen Elfmeter zum Ausgleich. Stattdessen traf Schmahl wenig später für Elversberg zum 4:2. Kömürs spätes Tor machte die Schlussphase noch einmal spannend, doch am Ende rettete Elversberg den knappen Vorsprung über die Zeit.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber