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Dieses Tier könnte mit Mega-Knall explodieren

Tot, aber brandgefährlich: Wieso Buckelwal «Timmy» an Dänemarks Küste jederzeit mit lautem Knall platzen könnte

23.05.2026, 13:43 Uhr

Toter Buckelwal an Dänemarks Küste: Experte warnt vor hoher Explosionsgefahr

Bei dem an der dänischen Küste angespülten toten Buckelwal ist nach Einschätzung eines Experten inzwischen eine hohe Explosionsgefahr erreicht. Der Walforscher Fabian Ritter sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass sich im Inneren des Tieres immer weiter Druck aufbaue. Irgendwann könne der Kadaver mit einem großen Knall aufplatzen oder regelrecht in die Luft fliegen. Eine solche Entwicklung zeichne sich bereits deutlich ab.

Ritter verwies darauf, dass ähnliche Fälle schon mehrfach dokumentiert worden seien. Als Beispiel nannte er einen Vorfall in Taiwan, bei dem vor einigen Jahren ein Pottwal während des Transports zur Obduktion in einer Stadt explodierte. In einem solchen Regen aus Blut, Gewebepartikeln und Fäulnisgasen wolle niemand stehen, sagte der Experte.

„Timmys“ Kehlsack ist ballonartig aufgebläht

Nach Ansicht des Meeresbiologen ließe sich die Explosionsgefahr grundsätzlich verringern, wenn der aufgequollene Kadaver gezielt punktiert oder aufgeschnitten würde, damit die Gase entweichen können. Ein solcher Eingriff hätte jedoch deutlich früher erfolgen müssen. Inzwischen wäre auch dieses Vorgehen riskant. Wegen der dicken Haut und der darunterliegenden Speckschicht brauche man dafür in der Regel eine Lanze oder ein großes, scharfes Messer.

Auf Bildern des Buckelwals, der unter dem Namen „Timmy“ bekannt ist, sei besonders der Kehlsack auffällig ballonartig aufgebläht. Die Haut in diesem Bereich sei ziehharmonikaartig gefaltet, extrem elastisch und könne sich stark ausdehnen. Nach Ritters Einschätzung wäre das wahrscheinlich die geeignetste Stelle für einen gezielten Schnitt – ganz ungefährlich wäre aber auch das nicht.

Möglich sei zudem, dass sich die Lage ohne dramatischen Zwischenfall entspannt. Wenn sich im Gewebe ein natürlicher Riss bilde, könnten die Fäulnisgase auch ohne Explosion entweichen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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