Markt für Streaming und Pay-TV in Deutschland bleibt stark
Der deutsche Markt für kostenpflichtige Streamingangebote und Pay-TV hat sich 2025 auf einem weiterhin hohen Niveau behauptet. Nach Angaben des Verbands Privater Medien (Vaunet) lagen die Erlöse – wie schon im Vorjahr – bei insgesamt 5,5 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet der Verband ein leichtes Wachstum von 1,3 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.
Wachstum kommt vor allem vom Streaming
Vor allem bezahlte Streamingdienste treiben die Entwicklung weiter an. Mit Abonnement-Angeboten im Bereich Video-on-Demand wurden 2025 rund 3,0 Milliarden Euro umgesetzt. Für dieses Jahr prognostiziert Vaunet einen Anstieg auf 3,2 Milliarden Euro, was einem Plus von 5 Prozent entspräche.
Im Pay-TV belief sich der Umsatz im vergangenen Jahr auf etwa 2,0 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet der Verband hier hingegen mit einem leichten Rückgang auf 1,9 Milliarden Euro.
Mehr Abonnements bei weitgehend konstanten Erlösen
Die Zahl der Abos bei Video-Streamingdiensten stieg im vergangenen Jahr von 25,4 auf 25,9 Millionen. Für 2026 geht Vaunet von einem weiteren Zuwachs auf 26,7 Millionen aus.
Auch beim Pay-TV nahm die Zahl der Verträge zu: von 15,2 Millionen im Jahr 2024 auf 15,8 Millionen im vergangenen Jahr. Für 2026 erwartet der Verband 16,4 Millionen Abonnements.
Dass die Zahl der Abschlüsse wächst, während die Gesamterlöse zuletzt kaum zulegten, erklärt Vaunet-Geschäftsführer Frank Giersberg mit der stärkeren Ausdifferenzierung des Pay-TV-Markts. Inzwischen gebe es mehr Plattformen mit kleineren Senderpaketen und abweichenden Preismodellen. Dadurch verschiebe sich das Verhältnis von Umsatz und Kundenzahl.
Einen Trend zu häufigeren Anbieterwechseln sieht Vaunet in seinen Daten laut Giersberg nicht. Gleichzeitig bleibe die Zahl der Haushalte mit mehreren parallelen Abos weiterhin hoch.
Frühere Prognose verfehlt
Noch im vergangenen Jahr war Vaunet für 2025 von einem Umsatzanstieg auf 5,8 Milliarden Euro ausgegangen. Tatsächlich blieb der Markt jedoch bei 5,5 Milliarden Euro. Giersberg räumte ein, dass diese Vorhersage nicht eingetroffen sei. Als Gründe nannte er unter anderem schwer vorhersehbare politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie ein verändertes Marktumfeld.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber