Bayern

Dutzende tote Ziegen: Prozess erst im November

Dutzende tote Ziegen auf einem Hof bei Landsberg: Jetzt landen ein Bauer und eine Landwirtin vor Gericht.

03.07.2026, 09:10 Uhr

Prozess nach Fund zahlreicher toter Ziegen im Landkreis Landsberg am Lech

Nach dem Fund von mehreren Dutzend verendeten Ziegen auf einem Hof im Landkreis Landsberg am Lech müssen sich am 25. November ein 35 Jahre alter Landwirt und eine 37 Jahre alte Landwirtin vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Ermittler sollen sie zwischen Sommer 2023 und Frühjahr 2025 mindestens 92 Ziegen über längere Zeit hinweg massive Schmerzen und erhebliches Leid zugefügt haben.

Die Beschuldigten sollen die Tiere nicht ausreichend mit Futter und Wasser versorgt und kranken Ziegen notwendige tierärztliche Hilfe verweigert haben. In der Folge seien die betroffenen Tiere gestorben.

Wie eine Sprecherin mitteilte, hat das Amtsgericht Landsberg am Lech die Anklage der Staatsanwaltschaft Augsburg zugelassen. Für das Verfahren ist bislang ein Verhandlungstag vorgesehen.

Den Angeklagten wird ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorgeworfen. Die toten Tiere waren am 6. Mai 2025 nach einem Hinweis an das Veterinäramt entdeckt worden. 41 überlebende Ziegen wurden damals an anderen Orten untergebracht.

Nach dem damaligen Ermittlungsstand starben die Tiere infolge von Vernachlässigung. Eine ansteckende Krankheit oder Seuche wurde ausgeschlossen. Der Hof war laut früheren Gerichtsangaben zuvor nicht negativ aufgefallen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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