Wirtschaft

vbw: Warum die Erholung ausbleibt

500-Milliarden-Paket sollte die Wende bringen – doch jetzt ist klar: Die Hoffnung auf den Wirtschaftsaufschwung 2025 ist geplatzt.

12.05.2026, 12:51 Uhr

Die von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) für dieses Jahr erhoffte Konjunkturerholung bleibt nach einer neuen Prognose aus. Zwar rechne der Verband derzeit nicht mit einer weiteren Eintrübung der Lage, eine spürbare Verbesserung sei aber ebenfalls nicht in Sicht. Als wesentlichen Grund nannte vbw-Präsident Wolfram Hatz in München die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs gegen den Iran.

Stillstand statt Aufschwung

Das Konjunkturbarometer der vbw, das den Titel „Weißbierindex“ trägt, stieg gegenüber dem Herbst 2025 nur leicht von 86 auf 87 Punkte. Damit liegt der Wert laut Hatz weiterhin klar unter dem als normal geltenden Niveau von 100 Punkten. Die Wirtschaft trete auf der Stelle, zudem hätten sich die Aussichten zuletzt erneut verschlechtert, sagte er.

Selbst ein schnelles Kriegsende würde die Lage nicht sofort verbessern

Nach Angaben der vbw sind die gedämpften Erwartungen vor allem eine Folge des von den USA und Israel begonnenen Kriegs gegen den Iran. Für die Unternehmen bedeute das vor allem höhere Kosten und zusätzliche Unsicherheit. Die zunächst aufgekommene Hoffnung auf eine Belebung habe sich damit wieder zerschlagen.

Hatz verwies insbesondere auf die deutlich gestiegenen Energiepreise, die sämtliche Branchen belasteten. Selbst wenn sich die Situation im Nahen Osten rasch entspannen sollte, werde es noch dauern, bis Liefer- und Handelswege wieder störungsfrei liefen und die wirtschaftlichen Folgen abgebaut seien.

Die vbw, zu der unter anderem auch der Dachverband der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber gehört, verlangte von der Bundesregierung umfassende Reformen innerhalb der kommenden drei Monate. Deutschland verliere täglich an Wettbewerbsfähigkeit, an industriellen Arbeitsplätzen und letztlich auch an Vertrauen in eine bessere Entwicklung, sagte Hatz.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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