Immobilienbranche trotz besserer Konjunkturaussichten weiter skeptisch
Die Stimmung in der Immobilienwirtschaft bleibt gedämpft, obwohl sich die gesamtwirtschaftlichen Erwartungen zuletzt aufgehellt haben. Das geht aus einer Umfrage der Messe München unter 430 Firmen und Teilnehmern der Immobilienmesse Expo Real hervor, die vom 5. bis 7. Oktober stattfindet.
Demnach blickt nur etwa ein Viertel der Befragten optimistisch auf die aktuelle Lage am Immobilienmarkt. 41 Prozent bezeichnen die Situation als „zurückhaltend“ oder sogar „sehr zurückhaltend“. Rund ein Drittel bewertet sie neutral.
Die Hoffnungen der Immobilien- und Baubranche auf eine spürbare Erholung nach der Corona-Pandemie sowie dem anschließenden Zins- und Inflationsanstieg haben sich bislang nicht erfüllt. Expo-Real-Chefin Claudia Boymans sagte, inzwischen setze sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die Zeit dauerhaft niedriger Zinsen vorbei sei.
Trotz der anhaltend schwierigen Lage sieht Boymans auch positive Signale. So sind auf der diesjährigen Expo Real erstmals Aussteller aus Abu Dhabi und Südkorea vertreten, die nach Anlagemöglichkeiten in Deutschland und Europa suchen.
Die Expo Real gilt als eine der wichtigsten Fachmessen der Immobilienbranche. Jedes Jahr im Oktober kommen dort mehr als 1.700 Aussteller aus aller Welt zusammen, darunter Investmenthäuser, Projektentwickler, große Maklerunternehmen und Kommunen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber