Brandenburg

Schock um GPS-Elch Bert: Das Maskottchen ist tot

Fast neun Jahre lang verfolgten Forscher Elch Bert – jetzt ist Brandenburgs tierisches Maskottchen plötzlich tot.

24.09.2026, 14:07 Uhr

Bekannter Elch Bert in Brandenburg gestorben: Todesursache weiter unklar

Der in Brandenburg bekannte Elch Bert ist tot. Das Tier trug fast neun Jahre lang ein GPS-Halsband und wurde seit Februar 2018 in Deutschland von Wissenschaftlern fortlaufend beobachtet. Wildtierexperte Frank-Uwe Michler von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde sprach von einem schmerzlichen Verlust. Sein Tod mache die Forscher sehr traurig, sagte Michler. Über Jahre habe man nahezu täglich gewusst, wo sich Bert aufhielt.

Nach Angaben Michlers hinterlässt der Elch einen wertvollen wissenschaftlichen Datenschatz, der die Forschung noch lange beschäftigen wird. Im Naturpark Nuthe-Nieplitz in den Landkreisen Teltow-Fläming und Potsdam-Mittelmark hatte Bert dauerhaft seinen Lebensraum gefunden. Während der Brunft hielt er sich auf einer Rinderweide auf, ansonsten streifte er als typischer Einzelgänger durch ein Gebiet von etwa 10.000 Hektar. Mit der Zeit wurde Bert für viele Menschen zu einer Art Maskottchen.

Todesursache weiterhin unklar

Woran Bert am vergangenen Samstag starb, ist bislang nicht abschließend geklärt. Auch eine Sektion am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin brachte noch keine endgültige Gewissheit. Festgestellt wurden schwere Verletzungen an der Flanke. Laut Michler handelte es sich um ein stumpfes Trauma mit einem etwa fußballgroßen Hämatom. Als mögliche Ursache kommen sowohl Rinder von der Weide als auch ein weiterer Elchbulle infrage, der sich vorübergehend in Berts Streifgebiet aufgehalten hatte und inzwischen weitergezogen ist.

Jetzt nur noch vier wilde Elche in Brandenburg

Nach Einschätzung von Fachleuten lebten mit Bert zuletzt fünf wilde Elche in Brandenburg. Nach seinem Tod sind es nun nur noch vier. Michler ordnete das jedoch ein: Verglichen mit den Jahren zuvor sei das derzeit noch eine vergleichsweise hohe Zahl.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen