Im Champions-League-Spiel der Fußballerinnen des FC Bayern gegen Manchester City hat eine blaue Rauchbombe auf dem Rasen für einen Zwischenfall gesorgt. Nach Angaben der Polizei beobachtete eine Ordnerin im Biergarten neben dem Stadion in Unterhaching zwei Personen dabei, wie sie zwei Rauchkörper in die Arena warfen.
Anschließend sollen die beiden zu zwei weiteren Personen gelaufen sein, die bereits auf E-Scootern warteten. Gemeinsam entfernte sich die Gruppe. Die Polizei beschreibt die vier Verdächtigen als etwa 15 bis 20 Jahre alt. Festnahmen gab es zunächst nicht, nun werden Zeugen gesucht.
Eine Verletzte
Beim 2:2 der Münchnerinnen gegen Manchester City landete in der 44. Minute ein blauer Rauchtopf auf dem Spielfeld. Ein zweiter pyrotechnischer Gegenstand qualmte in roter Farbe neben dem Platz. Ausgerechnet in dieser Situation erzielte City den 1:2-Anschlusstreffer, der Angriff der Gäste führte dabei knapp am Rauch vorbei. Beim FC Bayern stieß es auf Unverständnis, dass die Partie in diesem Moment nicht unterbrochen wurde.
Schiedsrichterin Olatz Rivero Olmedo trug den blauen Rauchtopf schließlich selbst vom Feld, wo er noch kurz weiterqualmte. Laut Polizei wurde eine Ordnerin durch den Rauch verletzt.
Spur führt zu Unterhaching?
Die Farben der Rauchkörper, blau und rot, legen den Verdacht nahe, dass die Aktion aus dem Umfeld der SpVgg Unterhaching stammen könnte. Das sind die Vereinsfarben des Regionalligisten. Der Klub hatte das Stadion im Dezember 2025 an den FC Bayern verkauft. Die Bayern-Frauen tragen dort ihre Spiele in der Champions League aus.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber