ZF unterstützt Diehl Defence bei Entwicklungsarbeiten am Bodensee
Der Autozulieferer ZF beteiligt sich am Bodensee an Entwicklungsprojekten für den Rüstungskonzern Diehl Defence. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin übernimmt ZF ab sofort Engineering-Dienstleistungen für das Unternehmen aus Überlingen. Dazu zählen technische Arbeiten entlang des gesamten Entwicklungsprozesses – von ersten Konzepten über die Erprobung bis hin zu Tests einzelner Komponenten und kompletter Systeme.
ZF erklärt, dabei seine Erfahrung in der Entwicklung, Prüfung und Fertigung komplexer technischer Lösungen einzubringen. Ziel der Zusammenarbeit sei es, Entwicklungszeiten zu verkürzen und neue Anwendungen für den Verteidigungsbereich schneller zur Einsatzreife zu bringen.
Keine Details zu einzelnen Vorhaben
Welche konkreten Projekte ZF für Diehl Defence begleitet und an welchen Systemen gearbeitet wird, wurde nicht bekanntgegeben. Zu einzelnen Programmen oder Inhalten der Kooperation könne man sich aus Vertraulichkeitsgründen nicht äußern, erklärte die Sprecherin.
Diehl Defence bleibt demnach für die Anforderungen an die Systeme sowie deren Einbindung in militärische Anwendungen verantwortlich. ZF übernimmt ausgewählte Entwicklungsaufgaben. Dazu gehören unter anderem Prüfstände, Simulationen und Testverfahren, mit denen Bauteile unter möglichst realistischen Bedingungen untersucht werden.
Zusammenarbeit direkt vor Ort
Außerdem sollen Fachkräfte von ZF direkt in Überlingen mit den Teams von Diehl Defence zusammenarbeiten. Wie viele Beschäftigte daran beteiligt sind, nannte das Unternehmen nicht. Nach Einschätzung von ZF erleichtert die Nähe der Standorte in Friedrichshafen und Überlingen mit rund 30 Kilometern Entfernung die Abstimmung und fördert eine enge Kooperation.

Beide Unternehmen sind in der Bodenseeregion stark verankert. Diehl Defence ist unter anderem durch das Flugabwehrsystem IRIS-T SLM bekannt, das derzeit an die Streitkräfte von 21 Staaten geliefert wird, darunter Deutschland und die Ukraine. ZF wiederum ist vor allem für seine Antriebs- und Fahrwerkstechnik bekannt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber