EQT strebt Übernahme von Qiagen an
Der schwedische Finanzinvestor EQT treibt die Übernahme des Diagnostik- und Labordienstleisters Qiagen voran. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen soll ein Übernahmevehikel, an dem auch der Staatsfonds von Abu Dhabi sowie der kanadische Pensionsfonds CPP Investment Board beteiligt sind, 46,50 Euro je Aktie in bar bieten.
Die Parteien haben dazu eine Vereinbarung über den Zusammenschluss geschlossen. Die zuständigen Gremien von Qiagen haben sich demnach verpflichtet, die Offerte zu befürworten. Vorgesehen ist außerdem eine Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent des Kapitals plus einer Aktie.
Mit dem Angebot wird der Dax-Konzern Qiagen, dessen Deutschland-Sitz sich in Hilden bei Düsseldorf befindet, einschließlich Schulden mit rund 10,8 Milliarden Euro bewertet. Über einen möglichen Verkauf des Unternehmens war bereits seit längerer Zeit spekuliert worden. Zuletzt hatten sich die Hinweise auf einen bevorstehenden Abschluss verdichtet.
Qiagen hatte schon im Frühjahr erklärt, gemeinsam mit Banken verschiedene strategische Möglichkeiten zu prüfen. Dieser Prozess sollte unter dem neuen Konzernchef Jonathan Pratt, der sein Amt Anfang September angetreten hatte, fortgesetzt werden. Die anhaltenden Übernahmespekulationen hatten zuletzt auch den Aktienkurs des Unternehmens gestützt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber