Fußball

Klopp packt über Kimmich und Füllkrug aus

Wer hat seinen DFB-Platz sicher – und wer wackelt? Klopp überrascht mit klaren Ansagen zu Kimmich und einem weiteren Profi.

22.10.2026, 05:55 Uhr

Klopp stärkt Kimmich den Rücken

Nach den Diskussionen um Joshua Kimmich hat Bundestrainer Jürgen Klopp dem Bayern-Profi klar den Rücken gestärkt. In der Halbzeit des Münchner Champions-League-Duells mit dem FC Arsenal sagte Klopp bei DAZN, Kimmich sei ein herausragender Mittelfeldspieler und werde in seiner Mannschaft immer einen Platz haben.

Zuvor hatte Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn die Frage aufgeworfen, ob Kimmich im defensiven Mittelfeld der Nationalelf noch gesetzt sei. Klopp reagierte darauf, als TV-Experte Michael Ballack ihn auf das Zusammenspiel von Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof gegen Arsenal ansprach. Der Bundestrainer lobte beide als starkes Duo, das sehr gut harmonieren könne. Gleichzeitig machte er deutlich, dass dies nichts daran ändere, dass auch andere Optionen wie Kimmich, Felix Nmecha, Mika Bauer oder Yannik Engelhardt für diese Rolle infrage kämen.

Klopp kritisiert Debatte als „pietätlos“

Kimmich stand gegen Arsenal wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht zur Verfügung. Dass in dieser Situation sofort wieder über seine Rolle im Nationalteam gesprochen wurde, missfiel Klopp deutlich. Es sei aus seiner Sicht völlig pietätlos, daraus unmittelbar wieder ein Kimmich-Thema zu machen. Der Bayern-Spieler habe an diesem Tag wahrlich andere Sorgen.

Blick auf Tresoldi und Füllkrug

Außerdem sprach Klopp über mögliche Optionen für die Offensive des DFB-Teams. Auf die Frage, ob er Nicolò Tresoldi vom FC Brügge und Werder-Stürmer Niclas Füllkrug beobachte, antwortete er mit einem klaren Ja. Natürlich verfolge man sowohl Brügge als auch Bremen sehr genau.

Bei Tresoldi, der sich noch nicht entschieden hat, ob er künftig für Italien oder Deutschland spielen möchte, erkennt Klopp großes Entwicklungspotenzial.

Füllkrug bleibt Thema – zumindest kurzfristig

Auch zu Niclas Füllkrug äußerte sich Klopp. Der Angreifer treffe in der Bundesliga regelmäßig, sei mit 33 Jahren aber nicht mehr ganz jung. Klopp betonte, das sei nicht seine Schuld. Auf die Frage, ob Füllkrug deshalb nicht mehr ins Team passe, verwies der Bundestrainer auf unterschiedliche Planungsebenen: Gegenwart, mittelfristige Zukunft und langfristige Perspektive. Kurzfristig könne Füllkrug definitiv eine Rolle spielen, mittelfristig möglicherweise ebenfalls. Wie es langfristig aussehe, müsse man jedoch abwarten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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