Unwettergefahr in Teilen Deutschlands
In mehreren Regionen Deutschlands steht unbeständiges und teils gefährliches Wetter bevor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor teils schweren Gewittern, die sich ab dem Mittag von Westen her entwickeln und örtlich eine ausgeprägte Eigendynamik entfalten können. Neben heftigem Regen, Hagel und Sturmböen seien theoretisch auch orkanartige Böen und einzelne kurzlebige Tornados möglich. Der DWD betont, dass die Warnlage aufmerksam verfolgt werden sollte.
Nach Einschätzung der Meteorologen unterscheidet sich die aktuelle Wetterlage von gewöhnlichen Sommergewittern: Die Zellen könnten dynamischer, besser organisiert und langlebiger ausfallen. In Gewitternähe werden verbreitet Sturmböen um 80 bis 90 Kilometer pro Stunde erwartet. Vor allem im Südwesten sind kräftige Gewitter wahrscheinlich, auch im Südosten kann es gegen Abend noch turbulent werden. Für die nordwestliche Hälfte des Landes sagt der DWD zudem spürbar zunehmenden Südwest- bis Westwind voraus, regional mit stürmischen Böen.
Auslöser ist der Einfluss eines Sturmtiefs nahe Schottland, das auf Deutschland übergreift. Zusätzlich zum starken Wind bleibt Starkregen eine wichtige Gefahr: Lokal können in kurzer Zeit rund 20 Liter pro Quadratmeter fallen. Dazu ist kleinkörniger Hagel mit Korngrößen bis etwa zwei Zentimetern möglich.
Warn-Apps im Blick behalten
Der Wetterdienst rät dringend dazu, aktuelle Warnungen im Auge zu behalten – etwa über die Website des DWD oder Warn-Apps. Das gilt besonders bei Aufenthalten im Freien. Wer unterwegs ist, sollte auch die Handlungsempfehlungen in den Warnmeldungen beachten, um das jeweilige Gefahrenpotenzial besser einschätzen zu können.
In der Nacht zum Freitag lässt das Gewitterrisiko nach
Am Abend und in der ersten Nachthälfte sollen die Gewitter allmählich schwächer werden und ostwärts abziehen. Danach rückt Regen stärker in den Vordergrund. Vor allem an den Alpen sind bis Freitagmorgen Niederschlagsmengen um 30 Liter pro Quadratmeter möglich. Auch vom Erzgebirge bis ins Zittauer Gebirge kann es länger regnen.
Der Wind lässt in der Nacht insgesamt nach, hält sich im Bergland aber länger. An der Nordsee werden frische bis starke Böen erwartet. In höheren Lagen kann es weiter stürmisch bleiben; für den Brocken gilt bis Freitag eine Sturmwarnung. Oberhalb von 2000 Metern ist in den Alpen sogar etwas Schnee möglich.
Freitag ruhiger, Wochenende freundlicher
Am Freitag sind neben einzelnen Schauern nur noch kurze Gewitter zu erwarten, besonders im Norden. Zum Start ins Wochenende deutet sich dann eine vorübergehende Wetterberuhigung an: Die Sonne zeigt sich wieder häufiger und die Temperaturen steigen etwas an.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion