Wirtschaft

Mehr Geld in Bayern: Reallöhne ziehen an

Mehr Geld in Bayern – aber nicht für alle: In diesen Branchen steigen die Löhne kräftig, in anderen fast gar nicht.

28.05.2026, 15:26 Uhr

Reallöhne in Bayern steigen erneut

Die Beschäftigten in Bayern haben im ersten Quartal real mehr verdient: Die Reallöhne lagen nach Angaben des Landesamts für Statistik um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit setzte sich der Aufwärtstrend bereits im elften Quartal in Folge fort.

Ausschlaggebend war, dass die Nominallöhne um 4,1 Prozent zulegten und damit stärker stiegen als die Verbraucherpreise, die sich um 2,2 Prozent erhöhten.

Zu der Entwicklung trug unter anderem die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns bei. Dieser wurde von 12,82 Euro auf 13,90 Euro brutto je Stunde erhöht. Entsprechend verzeichneten vor allem Vollzeitbeschäftigte mit niedrigen Einkommen die größten prozentualen Lohnzuwächse.

Besonders kräftig fiel das Plus bei den Nominallöhnen in den Bereichen Information und Kommunikation aus, wo sie um 8 Prozent stiegen. Auch bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen gab es mit 7,8 Prozent ein deutliches Wachstum. Im produzierenden Gewerbe lag die Wasser-, Abwasser- und Entsorgungswirtschaft mit 5,7 Prozent ebenfalls über dem Durchschnitt.

Geringere Zuwächse in Verwaltung und Bildung

Weniger stark entwickelten sich die Löhne dagegen in der öffentlichen Verwaltung, bei Bundeswehr und Sozialversicherung. Dort betrug das Plus lediglich 0,5 Prozent. Auch im Bereich Erziehung und Unterricht fiel der Anstieg mit 2,9 Prozent vergleichsweise moderat aus.

Für die Erhebung der Nominallöhne wertete das Landesamt eine repräsentative Stichprobe von rund 6.400 Betrieben in Bayern aus.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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