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Tod auf Toilette: So reagiert die Klinik

Tagelang vermisst, dann tot auf Klinik-WC entdeckt: Jetzt zieht das Krankenhaus überraschend harte Konsequenzen.

17.07.2026, 15:50 Uhr

Bezirkskrankenhaus Landshut verschärft Abläufe nach Tod eines vermissten Patienten

Nach dem Fund eines vermissten Patienten im Bezirkskrankenhaus Landshut hat die Klinik nach eigenen Angaben ihre Such- und Schließroutinen überarbeitet. Damit solle verhindert werden, dass sich ein ähnlicher Vorfall erneut ereignet.

Der 67 Jahre alte Mann galt laut Polizei seit dem 17. Juni als verschwunden. Vier Tage später, am 21. Juni, wurde die Fahndung eingestellt, nachdem der Patient tot aufgefunden worden war. Hinweise auf ein Fremdverschulden oder Gewalteinwirkung lagen den Ermittlern zufolge nicht vor.

Wie eine Sprecherin des Bezirks Niederbayern, dem Träger des Krankenhauses, mitteilte, hatte der Mann eine offene Station verlassen, vermutlich um an einem Gruppenangebot teilzunehmen. Als er zur Mittagszeit nicht zurückkehrte, begann das Klinikpersonal mit der Suche und informierte wenig später die Polizei. Warum der Patient nicht früher entdeckt wurde, blieb zunächst offen.

Als Reaktion wurden nun interne Abläufe angepasst. So wurde mit dem Reinigungsdienst vereinbart, bei verschlossenen Toiletten innerhalb einer Schicht mehrfach zu kontrollieren und zugleich das Krankenhaus zu benachrichtigen. Anschließend solle entschieden werden, ob der Raum geöffnet werden müsse. Zudem werden diese Toiletten nun nicht mehr nur zweimal pro Woche, sondern täglich gereinigt.

Nach Angaben des Krankenhauses steht das BKH Landshut dazu auch mit anderen Gesundheitseinrichtungen im Austausch. Vergleichbare Vorfälle habe es bislang nicht gegeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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