Online-Abstimmung über neue Euro-Banknoten endet heute
Leonardo da Vinci oder ein Weißstorch, Beethoven oder ein Basstölpel: Bei der Auswahl des künftigen Designs für Euro-Banknoten läuft die Zeit ab. Noch bis heute, den 21. September, können Bürgerinnen und Bürger in Europa an einer Online-Befragung der Europäischen Zentralbank (EZB) teilnehmen.
Nach Angaben der EZB hatten sich bereits bis vor gut einer Woche mehr als neun Millionen Menschen an der Umfrage beteiligt. Die Ergebnisse sollen in einem Abschlussbericht zusammengefasst werden und in die endgültige Entscheidung des EZB-Rates einfließen. Diese wird für Ende 2026 erwartet. Bis die neu gestalteten Scheine tatsächlich ausgegeben werden, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Zwei Themen stehen zur Wahl
Die EZB hat für die künftigen Motive zwei Grundrichtungen vorgegeben. Zu jedem Thema gibt es fünf konkrete Entwürfe:
- Europäische Kultur: Die Vorderseiten zeigen bekannte Persönlichkeiten aus Europa, darunter Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci. Auf den Rückseiten sind Szenen wie etwa Straßenkunst oder ein Sängerfest vorgesehen.
- Flüsse und Vögel: Dieses Thema stellt die Vielfalt und Widerstandsfähigkeit der europäischen Natur in den Mittelpunkt. Vorgesehen sind unter anderem Motive wie Eisvogel und Weißstorch. Die Rückseiten zeigen europäische Einrichtungen wie das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB.
Mehr Schutz vor Fälschungen und bessere Nutzbarkeit
Mit der neuen Banknotenserie sollen auch zusätzliche Sicherheitsmerkmale eingeführt werden, um Geldfälschungen weiter zu erschweren. Gleichzeitig will die EZB die Umweltbelastung bei der Herstellung senken. Geplant ist daher, dass die Scheine robuster und langlebiger werden.

Auch an Menschen mit Sehbeeinträchtigungen wird gedacht: Die neuen Banknoten sollen künftig leichter zu unterscheiden sein.
Die ersten Euro-Banknoten kamen am 1. Januar 2002 in Umlauf. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit erweiterten Sicherheitsmerkmalen vollständig eingeführt. Der Euro ist die gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 EU-Staaten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber