Die Konsumstimmung in Deutschland bleibt angesichts hoher Kraftstoffpreise und trüber Einkommensaussichten schwach. Nach der neuesten Konsumklimastudie der Nürnberger Institute NIM und GfK verharrt das Konsumklima weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Im Vergleich zum Vormonat gab es erneut einen leichten Rückgang. Verantwortlich dafür sind vor allem schlechtere Erwartungen an die eigenen Einkommen sowie eine gestiegene Bereitschaft zu sparen. Etwas günstiger entwickelten sich dagegen die Anschaffungsneigung und die Erwartungen an die Konjunktur.
Zusätzlich belastet der deutliche Anstieg der Spritpreise, nachdem der Tankrabatt Ende Juni ausgelaufen war. Die höhere Sparneigung zeigt laut den Forschern, dass viele Menschen es wegen der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit derzeit für sinnvoll halten, ihr Geld eher beisammenzuhalten.
"Die Verbraucherstimmung verändert sich kaum", erklärte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. Die anhaltende Unsicherheit führe weiterhin dazu, dass viele Haushalte beim Geldausgeben vorsichtig bleiben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber