Arbeitslosenzahl in Deutschland steigt im Juli auf mehr als drei Millionen
Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland gegenüber dem Vormonat um 71.000 gestiegen. Damit waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 3,007 Millionen Menschen ohne Job gemeldet. Im Vergleich zum Juli 2025 entspricht das einem Plus von 28.000 Personen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent.
Nach Einschätzung von Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, ist der Anstieg im Juli vor allem auf saisonale Effekte zurückzuführen. Gleichzeitig halte die ohnehin schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt der vergangenen Monate weiter an.
Nachfrage nach Beschäftigten bleibt verhalten
Auch bei den offenen Stellen zeigt sich keine deutliche Belebung. Im Juli waren bei der Bundesagentur 653.000 freie Stellen registriert. Das sind zwar 25.000 mehr als ein Jahr zuvor, insgesamt bleibt die Nachfrage der Unternehmen nach Personal jedoch eher verhalten.
Nach vorläufigen Berechnungen bezogen im Juli 1,108 Millionen Menschen Arbeitslosengeld. Das waren 107.000 mehr als im Vorjahresmonat. Die Zahl der erwerbsfähigen Bürgergeldberechtigten lag bei 3,775 Millionen und damit 121.000 unter dem Wert von Juli 2025. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Bürgergeldempfänger arbeitslos sind, da ein Teil von ihnen mit dem Bürgergeld ein zu niedriges Erwerbseinkommen aufstockt.
Ausbildungsmarkt: mehr Bewerber, weniger Stellen
Auf dem Ausbildungsmarkt meldeten sich bei Arbeitsagenturen und Jobcentern 418.000 junge Menschen auf der Suche nach einer Lehrstelle. Das waren 4.000 mehr als im Juli 2025. Bis Juli hatten 126.000 Bewerberinnen und Bewerber angegeben, bereits erfolgreich vermittelt worden zu sein.
Dem gegenüber standen 437.000 gemeldete Ausbildungsstellen. Das sind 35.000 weniger als im Vorjahresmonat.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber