Stimmung in der Autoindustrie bricht weiter ein
Die Lage in der deutschen Automobilbranche hat sich im September spürbar verschlechtert. Nach Angaben des Ifo-Instituts fiel der Stimmungsindikator um 13 Punkte auf minus 35. Damit erreicht er einen der schwächsten Werte der vergangenen Jahre.
Besonders kritisch bewerten die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftssituation. Dieser Wert rutschte von minus 6,1 auf minus 31,3 ab. Noch düsterer bleiben die Erwartungen für die kommenden Monate: Mit minus 38,6 liegen sie weiter im tiefroten Bereich, auch wenn der Rückgang gegenüber August mit 1,5 Punkten etwas geringer ausfiel.
Ein wesentlicher Grund für den starken Einbruch sind die Exportaussichten. Nachdem diese im August mit 17,4 Punkten noch klar positiv waren, drehten sie im September deutlich ins Minus auf minus 15,1. Auch bei den Beschäftigungserwartungen, der Ertragslage und dem Auftragsbestand ging es bergab.
Ifo-Expertin Anita Wölfl sieht die Branche daher weiterhin in einer schwierigen Situation: Die Krise der Automobilindustrie halte an.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber