Deutschlands größter Gewehrhersteller Heckler & Koch hat zum Jahresauftakt deutlich mehr verdient. Nach Angaben des Unternehmens aus Oberndorf in Baden-Württemberg stieg der Gewinn nach Steuern im ersten Quartal von 14,4 Millionen Euro auf 20,1 Millionen Euro. Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 57 Prozent auf 128,1 Millionen Euro zu.
Auch bei den neuen Bestellungen verzeichnete der Rüstungskonzern einen kräftigen Zuwachs. Das spricht dafür, dass das Unternehmen auch in den kommenden Jahren von langfristigen Lieferverträgen mit Nato-Staaten profitieren dürfte. Für die Bundeswehr liefert Heckler & Koch schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre als Ersatz für das veraltete G36. Über einen Rahmenvertrag könnten zudem noch bis zu 170.000 weitere Gewehre bestellt werden.
Unternehmen sieht sich auf Wachstumskurs
Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die Firma zuversichtlich. In einer Mitteilung heißt es, Heckler & Koch sei strategisch gut aufgestellt. Unternehmenschef Jens Bodo Koch verweist auf eine starke operative und industrielle Basis. Die anhaltend hohe Nachfrage bestätige den eingeschlagenen Kurs sowie Investitionen in Kapazitäten, Technik und Infrastruktur.
Finanzvorstand Andreas Schnautz hob die Leistungsfähigkeit des Unternehmens hervor. Gleichzeitig würden gezielte Investitionen die Grundlage schaffen, um das Wachstum dauerhaft fortzusetzen und die Wettbewerbsposition weiter zu stärken.
Heckler & Koch produziert unter anderem Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer. Zum Jahreswechsel beschäftigte das Unternehmen 1.340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Großteil arbeitet am Stammsitz in Oberndorf im Nordschwarzwald. Daneben gibt es kleinere Standorte in Großbritannien und den USA, wo das Unternehmen auch ein Montagewerk betreibt.
Zu den Wettbewerbern zählen unter anderem Beretta aus Italien, der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Hersteller Colt sowie Haenel aus Thüringen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion