Die Deutsche Bank hat im dritten Quartal erneut ein starkes Ergebnis erzielt und ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Der Vorsteuergewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Nach Steuern verdiente Deutschlands größtes Geldhaus rund 1,9 Milliarden Euro und damit zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Auf die Aktionäre entfielen davon knapp 1,6 Milliarden Euro. Damit blieb der Gewinnanteil nur leicht unter dem Niveau des bisherigen Rekordjahres 2007.
Konzernchef Christian Sewing sprach vom dritten Rekordquartal in Folge. Aus seiner Sicht ist die Bank damit auf gutem Weg, ihre Ziele für 2026 zu erreichen. Bei den Erträgen rechnet das Institut inzwischen sogar damit, den für 2026 angepeilten Jahreswert von rund 33 Milliarden Euro zu übertreffen.
Auch bei der Rendite zeigt sich das Management zuversichtlich. Sewing erklärte, die aktuelle Entwicklung stärke die Erwartung, das Ziel einer Eigenkapitalrendite von mehr als 13 Prozent bis 2028 übertreffen zu können. Im dritten Quartal lag dieser Wert bei 10,6 Prozent. Die Kennzahl zeigt, wie effizient eingesetztes Kapital in Gewinne umgewandelt wird.
Investmentbank bleibt wichtigster Ergebnistreiber
Den größten Beitrag zum Quartalserfolg lieferte erneut die Investmentbank. Sie erwirtschaftete zwischen Juli und September einen Vorsteuergewinn von knapp 1,1 Milliarden Euro und damit zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bereits im Frühjahr hatte die Deutsche Bank von einem starken Geschäft mit Wertpapieren und Währungen profitiert. Hinzu kamen gute Einnahmen aus der Begleitung von Börsengängen, was dem Institut schon damals einen Milliardengewinn auf Rekordniveau eingebracht hatte.
Rekordgewinn im Gesamtjahr in Reichweite
Im Gesamtjahr 2025 erzielte die Deutsche Bank mit gut 9,7 Milliarden Euro das höchste Vorsteuerergebnis ihrer Unternehmensgeschichte. Der Nettogewinn belief sich auf 6,1 Milliarden Euro. Nur 2007 fiel der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn mit rund 6,5 Milliarden Euro noch höher aus.
Nach den ersten neun Monaten dieses Jahres summiert sich der Vorsteuergewinn bereits auf rund 8,4 Milliarden Euro. Unter dem Strich entfallen davon gut 5,1 Milliarden Euro auf die Aktionäre. Damit rückt ein weiteres Rekordjahr für das Frankfurter Institut in greifbare Nähe.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber