Mercedes-Benz steigert Quartalsgewinn deutlich – senkt aber Jahreserwartung
Mercedes-Benz hat im dritten Quartal beim Gewinn spürbar zugelegt. Wie der Stuttgarter Autobauer mitteilte, stieg das Konzernergebnis zwischen Juli und September im Jahresvergleich von 1,19 Milliarden auf etwa 1,52 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von rund 28 Prozent. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Vergleichswert aus dem Vorjahr durch hohe Sonderkosten, unter anderem für den Stellenabbau, belastet war.
Trotz des Gewinnanstiegs blickt der Konzern vorsichtiger auf den weiteren Jahresverlauf. Bereits am Dienstag hatte Mercedes seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr nach unten angepasst. Als Gründe nannte das Unternehmen das schwierigere Marktumfeld in China sowie zusätzliche Belastungen im vierten Quartal, etwa bei den Materialkosten. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern dürfte daher im Gesamtjahr nur noch in etwa das Vorjahresniveau erreichen und nicht mehr klar darüber liegen.
Beim Umsatz musste Mercedes hingegen Einbußen hinnehmen. Die Erlöse gingen um 4,5 Prozent von 32,15 Milliarden Euro auf 30,7 Milliarden Euro zurück. Das operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich dagegen deutlich auf 1,77 Milliarden Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch bei 750 Millionen Euro gelegen hatte.
Schwächeres China-Geschäft drückt den Absatz
Im dritten Quartal setzte Mercedes erneut weniger Fahrzeuge ab. Hauptgrund war die schwächere Entwicklung in China. Auf dem hart umkämpften Markt brach der Absatz um 31 Prozent ein. Weltweit verkaufte der Konzern 407.200 Pkw und damit acht Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Außerhalb Chinas konnte Mercedes den Absatz dagegen leicht steigern – hier stand ein Plus von einem Prozent.
Erfreulich entwickelte sich zuletzt das Geschäft mit Elektroautos. Der Verkauf von batterieelektrischen Pkw legte im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent zu.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber