Umfrage unter Studierenden: Jobsicherheit rückt an erste Stelle
Für Studierende ist ein sicherer Arbeitsplatz bei der Jobsuche inzwischen das wichtigste Kriterium. Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Online-Befragung der Beratungsgesellschaft EY unter mehr als 2.000 Studierenden im Frühjahr 2026. Demnach nannten 52 Prozent der Befragten die Arbeitsplatzsicherheit als entscheidenden Faktor – ein Plus von zehn Prozentpunkten im Vergleich zu vor zwei Jahren.
Damit hat sich die Prioritätensetzung spürbar verschoben: Während früher vor allem Gehalt und Gehaltsaussichten im Vordergrund standen, liegt dieser Aspekt nun nur noch auf dem zweiten Platz. Zuvor hatten bereits die Funke-Medien über die Ergebnisse berichtet.
Auch andere Kriterien haben an Bedeutung verloren. So sank der Anteil der Studierenden, denen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben wichtig ist, von 38 auf 26 Prozent. Ebenso spielen flache Hierarchien sowie selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten inzwischen eine geringere Rolle.
Jan-Rainer Hinz von EY erklärte, dass gerade beim Berufseinstieg derzeit vor allem Stabilität zähle. Hintergrund sei die seit längerer Zeit schwache Wirtschaftslage: Viele Unternehmen seien bei Neueinstellungen zurückhaltend, und es gebe deutlich weniger Einstiegspositionen. Wer unter solchen Bedingungen ins Berufsleben starte, achte zunächst darauf, ob eine Stelle langfristig Bestand habe – und erst danach auf das Einkommen.
Trotzdem rät EY Absolventinnen und Absolventen davon ab, sich ausschließlich auf Sicherheit zu konzentrieren. Wer nur auf Stabilität setze, könnte interessante Entwicklungsmöglichkeiten übersehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber