Wirtschaft

Analyse: Warum deutsche Autobauer jetzt zittern

China setzt VW, BMW und Mercedes unter Druck: Verkäufe brechen ein, Gewinne schrumpfen – kippt jetzt der Standortplan?

20.09.2026, 03:45 Uhr

Deutsche Autobauer verlieren weiter an Dynamik

Die drei großen deutschen Hersteller Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW haben im internationalen Vergleich erneut an Boden eingebüßt. Nach einer Auswertung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY gingen ihre gemeinsamen Umsätze im ersten Halbjahr auf rund 284 Milliarden Euro zurück. Das entspricht einem Minus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die insgesamt 19 untersuchten Autokonzerne steigerten ihre Erlöse dagegen zusammen um 3,6 Prozent auf knapp 1.048 Milliarden Euro.

Für die deutschen Unternehmen ist es bereits der dritte Umsatzrückgang in einem ersten Halbjahr hintereinander. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung im Ranking der Konzerne: Während 15 Hersteller laut EY ein Umsatzplus verbuchten, landeten die deutschen Autobauer nur auf den hinteren Plätzen 16, 17 und 19. Den stärksten Zuwachs erzielte Tesla, gefolgt von Suzuki und Geely.

Auch bei den Gewinnen setzt sich die Schwäche fort. Das operative Ergebnis (Ebit) von VW, Mercedes-Benz und BMW sank im ersten Halbjahr um 19 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Zwar lagen die drei Konzerne damit in absoluten Zahlen weiterhin klar vor den Wettbewerbern aus anderen Ländern, dennoch ist es EY zufolge der niedrigste Wert seit dem Corona-Jahr 2020.

Schwächer entwickelten sich auch die Autobauer aus China mit einem Rückgang von 21,9 Prozent sowie die Hersteller aus Japan mit minus 36,5 Prozent. Die US-Konzerne Ford, General Motors und Tesla konnten ihre operativen Gewinne hingegen um 32,9 Prozent steigern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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