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Nach Traumstart: Das bringt Wiesntag 2

Gay Sunday, Mega-Trachtenzug und Promi-Almauftrieb: Warum der zweite Wiesn-Tag München komplett in Ausnahmezustand versetzt.

20.09.2026, 03:30 Uhr

Zweiter Wiesn-Tag: Traditionen, Promi-Treffs und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen

Am zweiten Tag des Oktoberfests beginnt das Programm schon am Vormittag mit dem traditionellen Gay Sunday in der "Bräurosl". Seit den 1970er Jahren gilt die Veranstaltung als feste Größe auf der Wiesn und als beliebter Treffpunkt für schwule Männer.

Ab 10.00 Uhr zieht der große Trachten- und Schützenzug von der Maximilianstraße bis zur Theresienwiese. Mit einer Länge von rund sieben Kilometern und mehr als 9.000 Mitwirkenden zählt er zu den größten seiner Art weltweit. Neben Trachtengruppen, Musikkapellen und Schützenvereinen sind auch festlich geschmückte Gespanne, Kutschen und Themenwagen dabei. Angeführt wird der Umzug vom neuen Münchner Kindl Sina Hochreiter, die hoch zu Ross an der Spitze reitet.

Am Abend steht dann der Almauftrieb im Käferzelt auf dem Programm, der als einer der exklusivsten Treffpunkte für Prominente während des Oktoberfests gilt.

Sonniges Wetter auf der Theresienwiese

Auch am zweiten Festtag sind die Wetteraussichten günstig. Laut Deutschem Wetterdienst zeigt sich über weite Strecken die Sonne, erst gegen Abend sollen mehr Wolken aufziehen. Schon am Samstag hatte das freundliche Wetter zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf das Festgelände gelockt. Größere Zwischenfälle blieben nach Angaben der Polizei aus.

Nachdem es im vergangenen Jahr am zweiten Samstag wegen des großen Andrangs zu kritischen Situationen gekommen war, wurde das Sicherheitskonzept weiter verschärft. Eine neue Koordinierungsstelle direkt auf dem Gelände soll die Besucherströme beobachten, einschätzen und bei Bedarf lenken.

191. Münchner Oktoberfest - Eröffnung
Bis zum 4. Oktober dauert das Spektakel auf der Theresienwiese. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Mehr als 50 KI-gestützte Kameras sollen helfen, problematische Menschenansammlungen frühzeitig zu erkennen. An besonders stark besuchten Tagen ist zudem ein sogenannter Crowdspotter im Einsatz, der das Geschehen überwacht und bei Bedarf Durchsagen veranlasst.

Starke Präsenz von Polizei und Ordnungskräften

Rund 600 Polizeikräfte sowie Hunderte Ordner sorgen auf und rund um die Wiesn für Sicherheit. Auch mit Blick auf die zuletzt bekannt gewordenen Drohnen-Vorfälle sieht sich die Polizei gut gerüstet. Unterstützung kommt dabei unter anderem vom neuen Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum.

Darüber hinaus überwachen etwa 50 Polizeikameras weite Teile des Festgeländes. Zusätzlich sind speziell geschulte Ermittler gegen Taschendiebstahl unterwegs. Trotz der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen rät die Polizei allen Gästen, im Gedränge besonders gut auf Taschen, Geldbeutel und persönliche Gegenstände zu achten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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