Allianz startet mit Rekord in das Jahr
Die Allianz hat im ersten Quartal erneut Bestwerte erzielt. Der operative Gewinn des größten deutschen Versicherers stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn legte sogar um fast 50 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro zu, teilte der Münchner Dax-Konzern mit.
Ausschlaggebend dafür war vor allem der Verkauf von Beteiligungen an früheren Gemeinschaftsunternehmen in Indien. Doch auch ohne diesen Sondereffekt erhöhte sich der Gewinn nach Angaben der Allianz um 7 Prozent. Während viele Industriebetriebe seit Jahren unter der schwachen Konjunktur leiden, zeigt sich die Versicherungsbranche bislang vergleichsweise widerstandsfähig.
Der Umsatz ging jedoch leicht zurück und sank von 54 auf 53 Milliarden Euro. Im Schaden- und Unfallgeschäft profitierte die Allianz zu Jahresbeginn davon, dass größere Naturkatastrophen ausblieben. Dadurch fielen die Belastungen in diesem Bereich niedriger aus. Der operative Gewinn der Sparte, zu der unter anderem Kfz- und Gebäudeversicherungen gehören, wuchs um 11 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.
Vermögensverwaltung wächst weiter
Auch das Geschäft mit der Vermögensverwaltung entwickelte sich trotz geopolitischer Unsicherheiten positiv. Den Fondstöchtern Pimco und Allianz Global Investors flossen unter dem Strich 45 Milliarden Euro neues Kundengeld zu. Das insgesamt verwaltete Vermögen stieg damit auf mehr als zwei Billionen Euro.
Der operative Gewinn in diesem Bereich verbesserte sich um knapp 6 Prozent auf 857 Millionen Euro. Ohne Belastungen durch den schwachen US-Dollar wäre das Plus laut Allianz mit 15 Prozent deutlich höher ausgefallen. Der Währungseffekt spielt vor allem deshalb eine wichtige Rolle, weil Pimco als US-Tochter in Dollar bilanziert.
Schwächeres Geschäft bei Lebens- und Krankenversicherungen
Weniger erfreulich verlief das Quartal im Bereich der privaten Kranken- und Lebensversicherung. Dort gingen sowohl das Neugeschäft als auch das operative Ergebnis zurück.
An den Zielen für das Gesamtjahr hält der Vorstand dennoch fest. Weiterhin peilt die Allianz ein operatives Ergebnis von 17,4 Milliarden Euro an, mit einer Schwankungsbreite von plus/minus einer Milliarde Euro. Konzernchef Oliver Bäte hatte zuletzt als zentrales Vorhaben genannt, Versicherungen für die Kunden bezahlbar zu halten. Viele Anbieter hatten ihre Beiträge in den vergangenen Jahren deutlich angehoben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion