Abschreibung auf VW-Beteiligung drückt Porsche SE erneut tief ins Minus
Stuttgart – Eine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE auch im ersten Quartal 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich stand bei der im Dax notierten Beteiligungsgesellschaft ein Verlust von 923 Millionen Euro.
Im Vorjahreszeitraum hatte die Porsche SE noch einen etwas höheren Fehlbetrag von 1,08 Milliarden Euro verbucht. Auf den Beteiligungsbuchwert an Volkswagen nahm die Holding der Familien Porsche und Piëch nun eine Wertberichtigung von 1,3 Milliarden Euro vor.
Belastet wird das Unternehmen weiterhin durch das schwierige Umfeld in der Autobranche. Sowohl Europas größter Autobauer Volkswagen als auch die weitere wichtige Beteiligung, der Sportwagenhersteller Porsche, kämpfen mit schwachen Marktbedingungen und dem tiefgreifenden Wandel der Industrie.
Vorstandschef Hans Dieter Pötsch erklärte, dass die Porsche SE beim um Abschreibungen bereinigten Konzernergebnis einen Gewinn erzielt und zugleich ihre Finanzierungsstruktur weiter gestärkt habe. Zugleich machte er deutlich, dass die lange erfolgreichen Geschäftsmodelle der Kernbeteiligungen grundsätzlich an neue Marktbedingungen angepasst werden müssten. Dabei verwies er auf die laufenden Sparprogramme bei Volkswagen und Porsche.
Der um Abschreibungen und Wertberichtigungen bereinigte Konzerngewinn sank im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 382 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung erhöhte sich leicht auf 5,15 Milliarden Euro, nach 5,10 Milliarden Euro zum Jahresende 2025.
An ihrem Ausblick für das Gesamtjahr hält die Porsche SE fest. Das Unternehmen peilt weiterhin ein bereinigtes Konzernergebnis zwischen 1,5 und 3,5 Milliarden Euro an. Die Nettoverschuldung soll zum Jahresende zwischen 4,7 und 5,2 Milliarden Euro liegen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion