Airbus und der Triebwerksbauer MTU planen die gemeinsame Entwicklung eines emissionsfreien Flugzeugantriebs auf Basis von Brennstoffzellen. Dafür soll voraussichtlich ab 2027 ein Gemeinschaftsunternehmen die Entwicklung vorantreiben und das System später auch vermarkten.
Bereits 2025 hatten beide Konzerne eine Absichtserklärung unterzeichnet. Mit der nun angekündigten Gründung folgt der nächste konkrete Schritt. Allerdings stehen behördliche Freigaben sowie Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen noch aus.
Batterien für große Flugzeuge zu schwer
Die Emissionen klassischer Flugzeugtriebwerke gelten als besonders klimaschädlich, weil Verkehrsflugzeuge in großen Höhen unterwegs sind. Ein rein elektrischer Antrieb mit Batterien wird in der Luftfahrt bislang vor allem für größere Maschinen als wenig praktikabel angesehen, da die Akkus zu viel Gewicht mitbringen. Brennstoffzellen bieten hier eine Alternative: Sie erzeugen den benötigten Strom direkt an Bord durch die Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff.
Das geplante Gemeinschaftsunternehmen soll den neuen Antrieb nicht nur bis zur Einsatzreife führen. Airbus und MTU wollen damit zugleich ein Zeichen für Europas technologische Stärke setzen. Beide Firmen arbeiten bereits seit mehreren Jahren an Konzepten für Flugzeugantriebe mit Brennstoffzellen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber