Bayern

Tod nach Festnahme: Was die Obduktion noch verbirgt

Rätselhafter Tod nach Festnahme in München: Warum starb ein 34-Jähriger? Die Staatsanwaltschaft ermittelt, die Ursache ist unklar.

10.08.2026, 14:44 Uhr

Der Mann, der nach einer Festnahme in München ums Leben kam, ist inzwischen obduziert worden. Zur genauen Todesursache des 34-Jährigen machte die Staatsanwaltschaft München I jedoch weiterhin keine Angaben. Als Begründung hieß es, der abschließende Untersuchungsbericht liege noch nicht vor.

Der Vorfall hatte sich bereits am ersten Augustwochenende ereignet. Nach Angaben der Polizei sollte der bereits bekannte Mann festgenommen werden, nachdem er zuvor auffällig geworden war. Dabei habe er sich massiv gewehrt und zwei Beamte verletzt. Mit Unterstützung von Passanten sei es schließlich gelungen, den 34-Jährigen zu überwältigen. Kurz darauf verlor er das Bewusstsein.

Laut Polizei begannen die Einsatzkräfte sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, bis der Rettungsdienst eintraf und den Mann in ein Krankenhaus brachte. Dort starb er noch am späten Abend.

Keine Ermittlungen gegen Polizeibeamte

Gegen die beteiligten Polizisten wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft weiterhin nicht ermittelt. Wie bei ungeklärten oder nicht natürlichen Todesfällen üblich, wurde jedoch ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dieses richte sich gegen unbekannt und solle die genauen Umstände des Todes klären.

Die Polizei war an jenem Nachmittag gerufen worden, weil der 34-Jährige laut schreiend auf einer Straße unterwegs gewesen sein soll. Als die erste Streife eintraf, sei er laut Polizeibericht auf ein heranfahrendes Auto zugelaufen, habe sich daran festgehalten und anschließend dem Beifahrer mit der Faust ins Gesicht geschlagen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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