Frankfurter Buchmesse zählt 236.000 Gäste aus 137 Ländern
Die Frankfurter Buchmesse hat in diesem Jahr insgesamt 236.000 Besucherinnen und Besucher aus 137 Staaten angezogen. Nach fünf Messetagen lagen die Zahlen damit leicht unter dem Vorjahreswert von 238.000.
Die wichtigsten Kennzahlen 2026
- 117.000 Privatbesucher
- 119.000 Fachbesucher
- 4.000 Aussteller
- 3.800 Veranstaltungen
Zum Abschluss der Messe wurde traditionell der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Ausgezeichnet wurde der französisch-britische Völkerrechtler und Autor Philippe Sands. In seiner Dankesrede warf der Nachfahre von Holocaust-Überlebenden Deutschland ein „unanständiges Schweigen“ im Umgang mit Israel vor. Verstöße gegen das Völkerrecht müssten auch unter Freunden offen benannt werden, sagte er.
Letzte Messe für Juergen Boos
Für Buchmessen-Direktor Juergen Boos war es nach 21 Jahren an der Spitze der letzte Auftritt in dieser Funktion. Seine Nachfolge übernimmt Joachim Kaufmann.
Zum Abschied erhielt Boos viel Anerkennung, eine Auszeichnung und zudem eine persönliche Videobotschaft von Schriftsteller Salman Rushdie. Darin würdigte Rushdie ihn mit den Worten, Boos habe die Buchmesse zu einem Ort gemacht, an dem Geschichten zählen und sich Autorinnen und Autoren willkommen fühlen.
Chile ist Gastland 2027
Nach Tschechien in diesem Jahr wird Chile im Jahr 2027 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein. Der Auftritt des Landes steht unter dem Motto „Sterne der Erde“. Das gaben die Verantwortlichen bei der traditionellen Übergabe der Gastlandrolle zum Messeende bekannt.

Die Frankfurter Buchmesse 2027 findet vom 6. bis 10. Oktober statt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber